Red Bull Racing präsentiert sich 2026 in dunklem Glanz

Formel 1-Team Red Bull Racing enthüllt neue Lackierung

Freitag, 16. Januar 2026 | 09:33 Uhr

Von: APA/sda/Reuters

Red Bull Racing hat als erstes Formel-1-Team einen Einblick in seine Farben für die Saison 2026 gegeben. In Detroit würdigte der Rennstall den Beginn der neuen Partnerschaft mit Motorenhersteller Ford, präsentierte jedoch noch nicht das neue Auto. Am Grunddesign mit blauer Lackierung, rotem Bullen und gelben Akzenten hält Red Bull fest, vermehrte schwarze Flächen deuten jedoch auf verstärkte Gewichtseinsparungen hin.

2026 startet das Team nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Honda (Wechsel zu Aston Martin) mit einem von Red Bull Powertrains in enger Kooperation mit Ford entwickelten eigenen Motor in eine neue Formel-1-Ära. Die Ambitionen sind erneut hoch, dennoch dämpfte Teamchef Laurent Mekies die Erwartungen: “Es wäre dumm von uns zu glauben, dass wir von Anfang an auf dem Niveau von Ferrari oder Mercedes sein werden.”

Red Bull sieht sich auf der Überholspur

Der für die Motorenentwicklung zuständige Ben Hodgkinson äußerte sich zuversichtlich. “Ich denke, wir sind mit einem Rückstand gestartet, aber ich glaube, dass unsere Mitarbeiter und unsere Einrichtungen besser sind als die aller anderen”, sagte Hodgkinson, der vor vier Jahren als Top-Ingenieur von Mercedes abgeworben worden war.

Gerüchten zufolge könnten sich Red Bull und Mercedes auch eines Motorentricks in den neuen Vorschriften bedienen. Konkret geht es um das für 2026 festgelegte maximale Verdichtungsverhältnis von 16:1. Die FIA misst diesen Wert jedoch statisch bei Umgebungstemperatur. Mercedes – und wohl auch Red Bull – sollen einen Weg gefunden haben, durch thermische Ausdehnung bestimmter Bauteile im heißen Rennbetrieb effektiv wieder Werte von bis zu 18:1 zu erreichen. Das würde einen Performance-Vorteil auf der Strecke ergeben.

Laut Hodgkinson sind die Vorschriften dazu eindeutig. Jeder Ingenieur, der die thermische Ausdehnung nicht verstehe, habe in der Formel 1 nichts zu suchen. “Es gibt eine Liste mit den Dingen, die man tun darf. Ich verstehe also nicht wirklich, warum sich alle so darüber aufregen”, sagte er.

Verstappen gefällt der “Retro-Look”

Starfahrer Max Verstappen äußerte sich indes zur neuen Lackierung. “Der Glanz ist cool, sie hat einen eher retro-artigen Look, die Farbe ist sehr kräftig und blau, das gefällt mir sehr gut”, sagte der Niederländer. Es erinnere ihn an die Zeit, als er gerade in der Formel 1 angefangen habe. “Ich bin mir nicht sicher, ob die Mechaniker sich darüber freuen werden, wie viel Zeit es kosten wird, ihn sauber zu halten”, scherzte der entthronte Weltmeister. “Aber er sieht wirklich schick aus und wird für alle auf der Rennstrecke ein schöner Anblick sein.”

Das zweite Cockpit übernimmt neu der Franzose Isack Hadjar, der vom Schwesternteam Racing Bulls kommt. Die ersten Vorsaisontests finden Ende Jänner in Barcelona unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Februar folgen in Bahrain zwei weitere dreitägige Testblöcke, ehe die Saison am 8. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne beginnt.

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