Am Dienstag geht es um den Sellastock

Giro delle Dolomiti: In Obereggen haben Corredor und Dietl die Nase vorn

Montag, 23. Juli 2018 | 16:28 Uhr

Bozen – Die Dolomiten Radrundfahrt 2018 wurde am Montag mit der zweiten Etappe fortgesetzt. Dieses Mal ging es für die 700 Radsportler aus 33 verschiedenen Nationen auf einer Strecke von 78 Kilometern mit 1859 Höhenmetern von Bozen durch das Eggental über Obereggen zum Reiterjoch/Passo di Pampeago und über das Lavazè-Joch wieder durch das Eggental zurück nach Bozen. Auf dem zeitgestoppten Abschnitt von Rauth bis hinauf zum Reiterjoch (acht km/724 hm) stellten der Kolumbianer Jaime Corredor und die Deutsche Monika Dietl Bestzeit auf.

Daan Vermeulen rollte wie schon am Sonntag als erster über die Ziellinie. Doch dieses Mal trug nicht der Belgier den Tagessieg davon: Der Kolumbianer Jaime Corredor war in Rauth ein wenig nach Vermeulen gestartet und gewann das Bergzeitfahren dank der besseren Zeit in 28.39 Minuten. Vermeulen musste sich um drei Sekunden geschlagen geben und wurde zweiter. Allerdings bleibt der 23-Jährige in der Gesamtwertung vorne. Platz drei belegte der Norweger Vebjørn Rønning (+14 Sekunden). Bester „Azzurro“ war Manuel Giacomelli. Der Trentiner schrammte als Vierter (+33) haarscharf am Podium vorbei. Als bester Südtiroler belegte Eduard Rizzi (Sportler Team) den sechsten Platz. Sein Rückstand auf Corredor betrug 44 Sekunden.

Kein Weg führte bei den Frauen an Monika Dietl vorbei. Die Deutsche setzte sich auch auf dem zweiten Teilstück des Giro delle Dolomiti 2018 durch. Die 39-Jährige aus Freising bewältigte die acht Kilometer und 724 Höhenmeter in 36.44 Minuten und baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Auch das restliche Podium entsprach dem vom Sonntag: Platz zwei und drei belegten die Schweizerinnen Mirjam Bebi und Esther Frei. „Ich habe heute alles gegeben und freue mich natürlich sehr über den neuerlichen Erfolg. Während des Hochfahrens ist mir eingefallen, dass ich auch bei meiner letzten Giro-Teilnahme diese Etappe gefahren bin. Cool ist, dass wir mit dem Wetter so ein Riesenglück haben. Aber das ist bei der Dolomiten Radrundfahrt ja meistens perfekt“, kommentierte Dietl im Ziel.

Die Persönlichkeit: Ilse Pfeifer aus Eggen

Der Giro delle Dolomiti ist für den Großteil der Teilnehmer Genuss und Spaß am Radfahren. Auch für Ilse Pfeifer, 57 Jahre aus Eggen und von Beruf Lehrerin. Und trotzdem ist die Südtirolerin heuer besonders schnell unterwegs. Nach Platz neun zum Auftakt am Jaufenpass, belegte Pfeifer am Montag auf ihrer Hausstrecke Rang acht und war damit sogar beste „Azzurra“. Ilse Pfeifer hat sich gemeinsam mit vier weiteren Radlern spezifisch auf den Giro delle Dolomiti vorbereitet. Die Trainingsprogramme erstellte Cristian Zanolini, medizinisch überwacht wurden die Radlerinnen und Radler von Stefan Resnjak, dem Primar der Sportmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebes und Lucio Lucchin, Primar des Dienstes für Diätetik und klinische Ernährung, erarbeitet einen eigenen Ernährungsplan. „Ich bin überglücklich. Heute habe ich bis zum Schluss gelitten und wirklich alles aus mir herausgeholt. Auf den letzten drei Kilometern war ich am äußersten Limit unterwegs. Aber ich fühle mich gut und es passt alles zusammen. Das spezifische Training hat mich wirklich sehr weitergebracht. Ich möchte mich auch bei meinem Mann und meinen Söhnen für ihre Unterstützung bedanken. Sie stehen voll hinter mir und das motiviert zusätzlich“, erzählte eine strahlende Ilse Pfeifer.

Am Dienstag geht es um den Sellastock

Die Dolomiten Radrundfahrt 2018 wird am Dienstag, 24. Juli mit der Umrundung des Sellastocks fortgesetzt. Es ist aufgrund ihrer Länge und des Höhenunterschieds (155 km/3275 m) die anspruchsvollste Etappe. Der zeitgestoppte Abschnitt von Corvara auf das Grödner Joch misst eine Länge von neun Kilometern bei 600 Höhenmetern mit durchschnittlicher Steigung von 6,5 Prozent. Dieser Abschnitt ist von 12.30 bis 15.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Los geht’s um 7.30 Uhr bei der Messe Bozen. Weitere Stationen sind Waidbruck (ca. 8.30 Uhr), St. Ulrich (9.44), Wolkenstein (10.03), Abzweigung Sellajoch (10.58), Sellajoch (11.28), Pordoijoch (12.07), Arabba (13.09) und Campolongo-Pass (13.24). Dann der zeitgestoppte Abschnitt zum Grödner Joch. Der Rückweg erfolgt über Wolkenstein (14.40), St. Ulrich (16.18) und Waidbruck (16.39). Die Ankunft in Bozen ist um 17.24 Uhr vorgesehen.

 

 

Giro delle Dolomiti 2018 – Ergebnisse zweite Etappe (Obereggen)

 

Männer:

1. Jaime Corredor COL 28.39

2. Daan Vermeulen BEL 28.42

3. Vebjørn Rønning NOR 28.53

4. Manuel Giacomelli ITA/SSD Pedale Feltrino 29.12

5. Fabio Barone ITA 29.13

6. Eduard Rizzi ITA/Sportler Team 29.23

 

Frauen:

1. Monika Dietl GER 36.44

2. Mirjam Bebi SUI 37.10

3. Esther Frei SUI/RV Winterthur 37.36

4. Gina Koch GER 38.01

5. Carola Skarabela GER/Alè Cipollini 40.20

8. Ilse Pfeifer ITA/Team Zanolini Bike Waldner 40.42

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Giro delle Dolomiti: In Obereggen haben Corredor und Dietl die Nase vorn"


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Storch24
Storch24
Tratscher
23 Tage 1 h

Toll. Irgendwann gehören die Straßen nur mehr den Radlern. Egal wie man zur Arbeit oder zu einem Arzt Termin kommt.

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