Jubel bei den Graz99ers über den klaren Sieg

Graz99ers gewinnen ICE-Finalauftakt gegen Pustertal 5:1

Mittwoch, 15. April 2026 | 22:43 Uhr

Von: apa

Die Graz99ers haben den ersten von vier nötigen finalen Schritten zum Gewinn der ICE Hockey League souverän gesetzt. Der österreichische Meister gewann am Mittwoch auf eigenem Eis den ausverkauften Auftakt des Finalduells mit den Pustertaler Wölfen 5:1 (2:0,1:1,2:0) und fährt so mit einem guten Gefühl zum zweiten Match des “best of seven”-Vergleichs am Freitag (19.45 Uhr) in Bruneck. Die Grazer sind damit nach zwei “sweeps” von 4:0 im laufenden Play-off weiter unbesiegt.

Für den schon im Semifinale letzten verbliebenen rot-weiß-roten Verein geht es um den ersten Meistertitel eines steirischen Clubs seit 48 Jahren, 1978 hatte ATSE Graz triumphiert. Das ist das Geburtsjahr von 99ers-Präsident Herbert Jerich, und der ist vom baldigen Triumph überzeugt. “Wir haben die Meisterfeier für 26. April geplant”, erklärte der Club-Boss im ORF-Interview. Für diesen Tag ist das mögliche sechste Spiel der Serie geplant, Jerich geht also nicht von einer Entscheidung in sieben Spielen aus.

Lukas Haudum zeichnete für den Erfolg gegen die Südtiroler mit zwei Toren hauptverantwortlich. Der Teamspieler eröffnete in der 9. Minute den Trefferreigen, indem er den starken Pustertal-Goalie Eddie Pasquale mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Sein zweites Tor gelang Haudum 35 Sekunden nach Beginn des dritten Abschnitts mit dem durch einen Schlagschuss erzielten 4:1 – die Vorentscheidung. Josh Currie (17.), Frank Hora (34./PP) und Nicholas Bailen (44.) scorten ebenso für Graz.

Grazer “Ersatz-Goalie” Wieser mit starker Leistung

Graz-Coach Daniel Lacroix brachte im Eisstadion Liebenau vor 4.621 Zuschauern erneut Nicolas Wieser als Schlussmann, da Stammgoalie Max Lagace weiter verletzt ist. Wieser machte seine Arbeit sehr gut, einzig bei einem Schuss des sträflich allein gelassenen Austin Rueschhoff musste er sich geschlagen geben (25.). Doch nach den frühen Treffern im dritten Drittel letztlich zum Endergebnis war die Luft bei den Pustertalern und auch im Match etwas draußen, der klare Grazer Erfolg nicht mehr in Gefahr.

Haudum war trotz des Erfolgs nicht ganz zufrieden. “Ganz glücklich können wir nicht sein, wir waren ein bisschen zu fehleranfällig. Das zweite Drittel war zu schlampig”, meinte der Leistungsträger. “Zum Glück haben wir aber Wieser im Tor gehabt. Am Freitag müssen wir uns anschnallen.” Pustertal-Kapitän Raphael Andergast bekrittelte einen “verschlafenen Beginn” seiner Mannschaft. “Jetzt wissen wir aber, womit wir es zu tun haben.”

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