Fettner springt in seiner Abschiedssaison erstmals aufs Podest

Hörl und Fettner in Zakopane nur von Lanisek geschlagen

Sonntag, 11. Januar 2026 | 18:36 Uhr

Von: apa

Die ÖSV-Adler Jan Hörl und Manuel Fettner haben sich beim Weltcup-Springen in Zakopane nur dem Slowenen Anze Lanisek beugen müssen. Hörl fiel am Sonntag bei Schneefall und schwierigen Windbedingungen nach Halbzeitführung noch auf Rang zwei zurück (-13,3 Punkte). Fettner landete in seiner Abschiedssaison als Dritter erstmals auf dem Podest (-15,4). Einen gebrauchten Wettkampf erlebte Weltcup-Leader Domen Prevc. Der Slowene belegte nach zwei verpatzten Sprüngen nur Rang 27.

Stephan Embacher konnte sich im Finale vom 23. noch auf den fünften Platz verbessern. Umgekehrt erging es Jonas Schuster. Nach Platz sechs in Durchgang eins fiel er dem Wind zum Opfer und beendete die Konkurrenz als 29. Mit Maximilian Ortner als 13. und Markus Müller als 21. sammelten zwei weitere ÖSV-Adler Weltcuppunkte. Daniel Tschofenig und Stefan Kraft verzichteten auf die Reise nach Polen.

“Platz eins verloren, Platz zwei gewonnen”

Hörl knüpfte im ersten Durchgang nahtlos an die Sprünge vom Samstag, die ihm mit Embacher den Sieg im Superteambewerb brachten, an. Der 27-Jährige segelte weit über den K-Punkt, ein Telemark war bei einer Weite von 144,5 m und Tiefschnee im Auslauf nicht möglich. Der zweite Sprung sei “nicht mehr so stabil gewesen” und geriet neun Meter kürzer. “Ich habe Platz eins verloren, aber Platz zwei gewonnen”, meinte Hörl im ORF.

Die schwierigen Bedingungen machten dem Salzburger zweimal bei der Landung zu schaffen. “Es ist ein Winter Wonderland. Das schaut zwar schön aus, zum Springen ist es aber sehr herausfordernd.” Die Bilanz des Polen-Trips fiel dennoch positiv aus. “Mega, dass ich zwei gute Ergebnisse erspringen konnte. Das war ein gelungenes Wochenende.”

Fettners erstes Podium in Abschiedssaison

Von einem gelungenen Wochenende kann auch Fettner sprechen. Der Quali-Sieger kam mit der Schanze bei schwierigen Verhältnissen gut zurecht, Sprünge auf 135,5 m und 135 m bescherten den ersten Stockerlplatz seiner finalen Saison. “Es ist ein lässiges Gefühl, wieder am Podest zu stehen. Seit gestern funktionieren meine Sprünge wieder”, erklärte der 40-Jährige.

Nicht nach Wunsch verlief der Wettkampf für Prevc. Der Slowene verpasste seinen 13. Weltcup-Podestplatz in Folge und damit auch eine Bestmarke. Mit 13 aufeinanderfolgenden Top-Drei-Platzierungen hätte er mit Rekordhalter Janne Ahonen aus Finnland gleichgezogen.

Stoch in Heimat verabschiedet

Bereits im ersten Durchgang mussten sich die tausenden polnischen Fans von ihrer Skisprung-Legende Kamil Stoch verabschieden. Der dreifache Olympiasieger und zweifache Sieger des Gesamtweltcups, der nach dieser Saison seine Karriere beendet, verpasste den Finaldurchgang. Im Anschluss an die Siegerehrung wurde er in seiner Heimatstadt, in der es auch ein ihm gewidmetes Museum gibt, nochmals für all seine Erfolge gefeiert und geehrt.

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