Domen Prevc segelte souverän zu WM-Gold

Hörl verpasst Skiflug-WM-Medaille, Gold an Prevc

Samstag, 24. Januar 2026 | 18:40 Uhr

Von: apa

Österreichs Skiflieger sind am Samstag bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf ohne Medaille geblieben. Jan Hörl verpasste Bronze als Vierter, hatte auf den Japaner Ren Nikaido aber schon 23,6 Zähler Rückstand. Gold ging mit nicht weniger als 59,5 Punkten Vorsprung nach vier Durchgängen an den übermächtigen Slowenen Domen Prevc vor dem Norweger Marius Lindvik. Stephan Embacher landete auf Rang fünf, Titelverteidiger Stefan Kraft wurde Siebenter.

“Ich habe heuer schon sehr viele vierte Plätze, gerne hab ich ihn nicht. Aber es ist mein bestes Skiflug-WM-Ergebnis und es ist wieder ein Schritt passiert im Skifliegen. Für eine Medaille hat es halt nicht gereicht”, konstatierte Jan Hörl im ORF-TV-Interview. Mit den Rängen vier, fünf und sieben (sowie 16 von Manuel Fettner) sei man “teamtechnisch” sehr gut gewesen. “Jeder hat noch ein bisserl Potenzial, wir werden angreifen.”

Entthronter Kraft sieht Aufwärtstrend

Der junge Embacher hatte gemischte Gefühle: “Es ist ein richtig gutes Ergebnis, aber es nervt mich, dass ich von vier Sprüngen nur einen guten runterbringe”, erklärte der Aufsteiger dieser Saison. Für Titelverteidiger Kraft, der sich langsam das Fluggefühl erarbeiten musste, überwog das Positive. “Es ist ein guter Schritt passiert, es waren zwei beherzte, gute Sprünge. Es ist nahe dran, ich bin mit dem siebenten Platz echt happy. So macht es mehr Spaß, der Weg stimmt.”

Mannschaftlich sei das Ergebnis genial. “Drei unter den sieben ist bei einer WM natürlich bitter, aber so bleiben wir hungrig für morgen.” Daniel Tschofenig war nach Rang 27 verbittert, da es für ihn an diesem Wochenende “keinen einzigen guten Moment” gegeben hat. Er sagte schon vor der offiziellen Teamaufstellung ab. “Da will ich morgen gar nicht dabei sein, da feuere ich sie lieber an.”

Prevc zehn Jahre nach Bruder Peter Champion

Damit kommt Team-Oldie Fettner zum Zug. “Der Tag war besser als gestern, natürlich hatte ich mir mehr erhofft. Es war in den letzten Tagen eine Sucherei. Ich hoffe, dass es morgen besser geht”, sagte der 40-Jährige, der mit Saisonende seine Bretter in die Ecke stellt. Zehn Jahre nach seinem Bruder Peter kürte sich Domen Prevc zum Weltmeister und dies fast mit Rekordvorsprung. Nur der Finne Jari Puikkonen hatte 1981 mit 60,5 Zähler einen Punkt mehr Vorsprung auf Armin Kogler.

Am Sonntag (16.15 Uhr/live ORF 1) wird in Oberstdorf noch der Team-Weltmeister ermittelt. Österreich wird in der Besetzung Hörl, Kraft, Embacher und Fettner antreten und geht durchaus mit Chancen auf Gold an den Start.

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