Von: ka
Graz – Die Moser Medical Graz99ers eröffneten die Finals 2026 der win2day ICE Hockey League mit einer dominanten Vorstellung. Der amtierende österreichische Meister setzte am Mittwochabend mit einem 5:1-Erfolg über den HC Falkensteiner Pustertal ein klares Statement und geht in der „Best-of-Seven“-Finalserie mit 1:0 in Führung. Lukas Haudum schnürte einen Doppelpack. Spiel zwei folgt am Freitag in Bruneck/Pustertal.

Die Moser Medical Graz99ers starteten schwungvoll in das erste Finalspiel und untermauerten von Beginn an ihre Champions-Ambitionen. Die erste Großchance von Nick Bailen wusste HCP-Goalie Eddie Pasquale noch sehenswert zu vereiteln. In der neunten Minute musste sich dieser allerdings erstmals geschlagen geben: Nach einem langen Pass von dem wiedergenesenen Korbinian Holzer überraschte Lukas Haudum Pasquale von der linken Seite mit einem Schuss ins kurze Eck zum 1:0. Nach dem Rückstand hatte Pustertal durch ihr Umschaltspiel den einen oder anderen Moment, blieb aber gegen einen starken Nicolas Wieser erfolglos. Anders die Steirer, die sich immer wieder Chancen durch Rebounds erarbeiteten. So auch Josh Currie in der 17. Minute, der nach einem Schuss von Kevin Roy zum 2:0 einschob.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste aus Pustertal deutlich besser in die Begegnung. In der 25. Minute gelang Austin Rueschhoff nach einem sehenswerten Pass von Cole Bardreau – der sich vor Nicolas Wieser positioniert hatte – der 1:2-Anschlusstreffer. Beflügelt vom Treffer starteten die Wölfe eine Drangphase und präsentierten sich in dieser Phase als ebenbürtiger Finalgegner der Grazer. Diese blieben jedoch mental stark und Frank Hora erzielte im Powerplay in der 34. Minute das 3:1.
Die Grazer ließen im finalen Abschnitt nichts mehr anbrennen. Nach nur 35 gespielten Sekunden hämmerte Lukas Haudum einen One-Timer zum 4:1 in die Maschen. In derselben Gangart ging es weiter: In der 44. Minute traf Bailen mit viel Ruhe und Geduld zum 5:1. Die Steirer ließen den HC Falkensteiner Pustertal nicht mehr in die Begegnung zurückkommen und kamen zu einem sicheren 5:1-Erfolg und damit zur 1:0-Serienführung in den Finals. Lukas Haudum schnürte dabei einen Doppelpack. Spiel #2 der Finalserie findet am Donnerstag in Bruneck/Pustertal statt.

Nach einem beispiellosen Siegeszug steht der HC Falkensteiner Pustertal erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Finale der win2day ICE Hockey League. Mit dem spektakulären Sweep gegen Titelverteidiger Salzburg und dem souveränen 4:1-Erfolg gegen Ljubljana im Rücken fordern die Wölfe nun die Moser Medical Graz 99ers heraus. Die Puschtra reisen bereits einen Tag vor dem Auftakt in die steirische Landeshauptstadt, müssen dabei jedoch auf den verletzten Alan Lobis verzichten. Auch bei den Hausherren gibt es personelle Veränderungen: Während Graz ohne Stammhüter Maxime Lagacé auskommen muss, kehrt Defensiv-Routinier Korbinian Holzer pünktlich zum Finalstart in den Kader zurück.
Die Hausherren aus Graz nehmen sofort das Zepter in die Hand und drängen die Pusterer Defensive tief in die eigene Zone. In der 6. Minute bewahrt Eddie Pasquale seine Mannschaft mit einer ersten Glanztat vor dem Rückstand, als er einen gefährlichen Abschluss von Nick Bailen entschärft. Die Wölfe konzentrieren sich zunächst darauf, der rollenden Startoffensive der 99ers standzuhalten. In der 9. Minute ist der Bann jedoch gebrochen: Lukas Haudum verzichtet auf das Abspiel, zieht aus spitzem Winkel selbst ab und erwischt Pasquale im kurzen Eck zum 1:0. Auch nach dem Führungstreffer findet der HCP kaum Entlastung und hat enorme Mühe, kontrolliert in das Angriffsdrittel vorzudringen. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts zeigen die Wölfe jedoch ein Lebenszeichen: In der 15. Minute resultiert ein Konter in einer Großchance, doch Graz-Keeper Nico Wieser kann die Scheibe im Nachfassen unter Kontrolle bringen. Kurz darauf hat Purdeller nach einer Unachtsamkeit der Grazer viel Platz, setzt seinen Schuss aber knapp am Gehäuse vorbei. Die Strafe folgt auf dem Fuß: Während Pasquale zwei Abschlüsse von Conley noch heldenhaft pariert, ist er beim dritten Versuch machtlos – Josh Currie lupft den Puck zum 2:0 über den am Boden liegenden Schlussmann. 15 Sekunden vor der Pausensirene schwächt eine Strafe gegen Henry Bowlby den HCP zusätzlich. Die Wölfe retten sich nach zwei weiteren gefährlichen Onetimern der Hausherren mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Das Mitteldrittel beginnt für den HC Pustertal in Unterzahl, doch das Penaltykilling funktioniert hervorragend. Kaum vollzählig, setzen die Pusterer erste Akzente: Bardreau prüft den Grazer Schlussmann nach einem Konter, während Pasquale auf der Gegenseite glänzend gegen Feldner pariert. Die Wölfe finden nun deutlich besser in die Partie und nutzen in der 25. Minute ein Bully nach einem Grazer Icing eiskalt aus. Die 99ers können sich nicht befreien, Bardreau bringt die Scheibe vor das Tor, wo Austin Rueschhoff im Slot lauert und den Puck im zweiten Versuch zum 2:1-Anschlusstreffer über die Linie drückt. Das Spiel wird nun zunehmend ruppiger, insbesondere die Puschtra fahren jeden Check beinhart zu Ende. Sie übernehmen zunehmend die Kontrolle in der neutralen Zone und schnüren so die Hausherren phasenweise ein. Rueschhoff lässt eine Großchance nach einem Diagonalpass liegen, und wenig später herrscht pures Chaos im Grazer Torraum: Nach einem Zuspiel von Ticar auf Purdeller landet die Scheibe im Zuge einer unübersichtlichen Szene am Pfosten. Mitten in diese Drangphase der Wölfe platzt eine Strafe gegen Daniel Glira. Zwar verteidigt der HCP zunächst geschickt und kommt durch Osmanski sogar zu einer Konterchance, doch die Befreiung aus der eigenen Zone misslingt schließlich. Graz schaltet schnell um, und Frank Hora stellt per Handgelenkschuss den alten Zwei-Tore-Abstand zum 3:1 wieder her. In der Schlussphase geraten die Schwarz-Gelben nach einer harten Entscheidung gegen Henry Bowlby erneut in Unterzahl, retten sich aber ohne weiteren Gegentreffer in die zweite Pause.
Das Schlussdrittel beginnt für den HC Pustertal denkbar ungünstig. Nur Sekunden vor Ablauf der Unterzahl schlägt der Grazer Express erneut zu: Lukas Haudum erhöht per Direktabnahme auf 4:1. Die Wölfe wirken nun wie gelähmt, und Graz nutzt die Verunsicherung eiskalt aus. In der 43. Minute lenkt Nick Bailen ein Zuspiel von Roy zum 5:1 in die Maschen. Der „Bunker“ bebt, und beinahe legt Haudum in der 47. Minute nach, doch sein satter Schuss nach einem Querpass von Swaney knallt nur gegen die Querlatte und springt von dort zurück aufs Eis. Das Spiel ist zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Während die 99ers den Vorsprung souverän verwalten, gelingen den Wölfen in der Offensive nur noch halbherzige Entlastungsangriffe. Kurz vor dem Ende – Nick Saracino verbüßt gerade eine Strafe – lässt Tim Harnisch mit einem Pfostenschuss das Torgehäuse noch einmal erzittern, am deutlichen Spielstand ändert sich jedoch nichts mehr.
Und so endet das erste Finalspiel der Pusterer ICEHL-Geschichte mit einer klaren Auswärtsniederlage gegen läuferisch und spielerisch überlegene Grazer. Bereits übermorgen (Freitag 17.04. 19:45 Uhr) kann sich der HCP auf eigenem Eis in der seit Tagen restlos ausverkauften Intercable Arena revanchieren. Auf geht’s Wölfe, kämpfen und siegen!
win2day ICE Hockey League, Finale Spiel 1, 15.04.2026:
Moser Medical Graz99ers – HC Falkensteiner Pustertal 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)
Referees: FICHTNER, STERNAT, Bedynek, Puff
Goals G99: Haudum (9., 41./pp1), Currie (17.), Hora (34./pp1), Bailen (44.)
Goals HCP: Rueschhoff (25.)






Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen