Von: apa
Sinja Kraus und Julia Grabher stehen beim WTA125-Challengerturnier in Kitzbühel im Semifinale. Die 24-jährige Wienerin besiegte am Freitag die Russin Erika Andrejewa, die ältere Schwester von French-Open-Siegerin Mirra, nach 1:28 Stunden 6:4,6:1. Die Vorarlbergerin bezwang die Belgierin Jeline Vandromme in knapp zwei Stunden 6:2,7:6(5). Zu einem ÖTV-Duell käme es jedoch erst im Finale. Denn Kraus trifft zunächst auf die als Nummer 5 gesetzte Spanierin Marina Bassols Ribera.
“Ein Zweisatzsieg gegen eine nicht einfache Spielerin, da kann ich sehr zufrieden sein”, erklärte Kraus im ORF-TV-Interview. “Ich bin auch im Match immer besser geworden, darüber bin ich sehr happy.” Für Kraus bedeutet der Halbfinaleinzug im Live-Ranking auch den erstmaligen Vorstoß in die Top 90 der Weltrangliste. Im Falle eines Turniersiegs winken ihr die Top 80. Für Kraus geht es am Samstag ins große Stadion, das ab dem Halbfinale nach der Rückkehr des internationalen WTA-Tennis nach über drei Jahrzehnten wieder von den Frauen bespielt wird.
Grabher hatte es gegen das erst 18-jährige belgische Talent Vandromme vor allem im zweiten Durchgang schwer. Nach sicherem Satzgewinn bäumte sich ihre Gegnerin auf, führte 4:2 und hatte bei 5:4 zwei Break- und damit Satzbälle. Doch der Schützling von Günter Bresnik hielt den Aufschlag und nach Break und Rebreak ging es ins “Jeu decisif”, in dem sich Grabher durchsetzte.
Grabher bei Titel wohl wieder Top 100
“Ich bin megahappy, dass ich durch bin, es war ein sehr schweres Match”, erklärte Grabher danach. “Bis 6:2,2:0 habe ich gut gespielt, dann bin ich wieder ein bisserl weggebrochen und habe mich reingefightet. Am Ende war ein bisserl das Glück auf meiner Seite.” Grabher könnte es mit einem Titel in Tirol übrigens knapp zurück in die Top 100 schaffen. Grabher trifft im Semifinale am Samstag entweder auf die topgesetzte Slowenin Veronika Erjavec oder die polnische Qualifikantin Gina Feistel.




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