Von: ka
Bruneck/Laibach – Im zweiten Halbfinale gibt es hingegen ein fünftes Spiel. Olimpija Ljubljana rang vor 4.300 Fans den HC Falkensteiner Pustertal mit 5:4 nach Verlängerung nieder, womit es am Dienstag zu Spiel fünf in Bruneck kommt. Dabei kassierten sie erst 104 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch Luca Zanatta das 3:4, doch 40 Sekunden später gelang den Slowenen durch Zach Boychuk noch der erneute Ausgleich, womit sie die Overtime erzwangen. Zuvor ging Pustertal nach jeweils Fehlern in der Defensive von Ljubljana mit 1:0 und 2:1 in Führung.
Der HC Falkensteiner Pustertal hat am heutigen Abend in der Hala Tivoli in Laibach die erste Chance, sich für das Playoff-Finale zu qualifizieren. Der HK Olimpija Ljubljana steht nach drei Niederlagen mit dem Rücken zur Wand. Er muss erneut ohne die verletzten Evan Polei und Reid McNeill sowie den gesperrten Alex Petan auskommen. Jason Jaspers kann hingegen auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Der HCP startet vor gut 100 mitgereisten Schlachtenbummlern aus dem Pustertal mit einem Warnschuss von Bardreau nach einem 2 gegen 1 Gegenstoß, der jedoch knapp am Tor vorbeistreicht. Die Hausherren antworten im ersten Powerplay des Spiels mit einem gefährlichen Schuss aus dem Slot von Marly Quince, Pasquale klärt jedoch souverän. Direkt mit Ablauf der Strafe findet der von der Strafbank zurückstürmende Frycklund die Chance auf die Gästeführung vor, scheitert jedoch an Tokarski. Der Führungstreffer ist jedoch nur kurz aufgeschoben, kurze Zeit später tankt sich nämlich Bowlby nach einer Puckeroberung in seiner unnachahmlichen Art durch die gegnerische Abwehr und schiebt die Scheibe trotz Bedrängnis durch einen Verteidiger an Tokarski vorbei zum 0:1 ins Tor der Slowenen. Bardreau vergibt kurz darauf sogar noch eine hervorragende Chance auf das 2:0, im Angriffsrausch unterläuft den Schwarz-Gelben jedoch ein Puckverlust im Angriffsdrittel und diesmal spielen Pance und Rok Kapel eine 2 on 1 Gelegenheit perfekt zu Ende und erzielen im vierten Halbfinalspiel den ersten Treffer gegen den bis dahin unbezwingbaren Eddie Pasquale. Die Wölfe lassen sich durch das 1:1 jedoch nicht verunsichern und ziehen ihr Spiel weiterhin durch. Als Frycklund zum zweiten Mal auf die Strafbank muss ist der HCP in Unterzahl das gefährlichere Team und schlittert bei einem seiner brandgefährlichen Konter nur haarscharf am zweiten Treffer vorbei. Mit Ablauf der Strafe stürmt Frycklund erneut auf das Tor von Tokarski und wird knapp vor dem Kasten von den Beinen geholt, aber noch ehe die Schiedsrichter die fällige Strafe anzeigen können befördert Almquist die Scheibe aus spitzestem Winkel zum verdienten 2:1 für die Gäste in die Maschen. Bei diesem Stand geht es auch zum ersten Mal in die Kabinen.
Auch im zweiten Drittel finden zunächst die Gäste die besseren Chancen vor, Bowlby und Almquist scheitern jedoch mit ihren Schussversuchen an Tokarski. Besser macht es in der 28. Minute Robert Sabolic, der mit einem Gewaltschuss durch die Schoner von Pasquale zum 2:2 ausgleicht. Purdeller beißt sich in der Folge noch zwei Mal die Zähne an Tokarski aus und dies rächt sich kurze Zeit später, als die grünen Drachen das nächste Tabu brechen: Brennan bezwingt in Überzahl mit etwas Puckglück aus dem Getümmel heraus Pasquale und bringt mit dem ersten Powerplaytor für die Slowenen die Hausherren mit 3:2 in Führung. In der Schlussminute ist der HCP dann noch zwei Mal ganz nah am Ausgleichstreffer, Saracino scheitert jedoch am Pfosten und Bardreau mit einem Onetimer an Tokarski.

Der HCP gibt sich jedoch noch lange nicht geschlagen und schlägt im Schlussdrittel zurück: In der 46. Minute gewinnt Deluca einen Zweikampf an der rechten Bande, legt den Puck quer auf Andergassen, dessen Schlagschuss Tokarski abprallen lässt und Deluca versenkt die Scheibe zum umjubelten 3:3 Ausgleich im Netz. Auch in der Folge ist der HCP das aktivere Team, Andergassen (Onetimer) und Bardreau lassen jedoch gute Chancen auf den Führungstreffer liegen. Zwei Minuten vor der Sirene gelingt den Wölfen dann in einer Kopie des zweiten Treffers doch noch das 4:3, als Mantinger vor dem Tor nur regelwidrig gestoppt werden kann und Zanatta den herrenlosen Puck zur vermeintlichen Vorentscheidung ins Tor befördert. Die Hausherren stemmen sich jedoch gegen das Saisonaus, bringen anstelle des Torhüters den sechsten Feldspieler und eine Minute vor der Schlusssirene gleicht Boychuck die dramatische Partie erneut zum 4:4 aus. Somit geht das Spiel in die Verlängerung.
In der Overtime begegnen sich die beiden Mannschaften mit offenem Visier, mit den besseren Chancen für den HCP. Tokarski bestätigt jedoch seinen Sahnetag und neutralisiert eine Reihe von hervorragenden Torchancen von Rueschhoff (2x), Bowlby (2x) und Blum, aber auch Pasquale steht ihm bei guten Abschlussmöglichkeiten von Mehle, Sabolic und Pance in nichts nach. Als alle bereits mit der zweiten Verlängerung rechnen schlagen die grünen Drachen doch noch zu, als Simsic mit einem verdeckten Schuss das umjubelte 5:4 für die Hausherren erzielt und somit das Saisonaus für die Slowenen noch einmal abwendet.

Weiter geht es somit am Dienstag um 19.45 Uhr in der Intercable Arena, wo der HCP vor eigenem Publikum die nächste Gelegenheit hat den Finaleinzug zu fixieren. Im Finale warten die Graz 99ers, welche am Nachmittag mit einem 5:1 in Szekesfehervar den vierten Sieg in der Serie eingefahren und damit den Finaleinzug im Rekordtempo geschafft haben.
Olimpija Ljubljana – HC Falkensteiner Pustertal 5:4/OT (1:2, 2:0, 1:2, 1:0)
Referees: PIRAGIC, SMETANA, Mantovani, Riecken
Stand in der best-of-7-Serie: 1:3
Goals OLL: 1:1 Kapel R. (12.), 2:2 Sabolic R. (29.), 3:2 Brennan T. (39./PP1), 4:4 Boychuk Z. (59.), 5:4 Simsic N. (80.)
Goals HCP: 0:1 Bowlby H. (9.), 1:2 Almquist A. (17.), 3:3 Deluca I. (46.), 3:4 Zanatta L. (59.)




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