Von: apa
Österreichs Para-Alpinski-Team räumt in Italien groß ab: Veronika Aigner und Guide Lilly Sammer haben am Dienstag in der Klasse der Sehbeeinträchtigten den Kombinationsbewerb in Cortina d’Ampezzo gewonnen, auf Rang drei landeten Elina Stary/Stefan Winter. Bruder Johannes Aigner errang mit Guide Nico Haberl in der Kombination Bronze und damit wie seine Schwester die dritte Medaille bei diesen Paralympics. Und auch Thomas Grochar durfte im Stehendbewerb über Bronze jubeln.
Aigner/Sammer, die bereits nach dem Super-G in Front gelegen waren, verwiesen die italienischen Super-G-Sieger auf Rang zwei. “Beim Slalom habe ich geschaut, dass ich ruhig bleibe. Man hat einfach im Kopf, man will unbedingt diese Goldmedaille um den Hals hängen haben”, sagte Aigner im Ziel. “Ich hasse den Slalom so dermaßen und habe schon solche Knieschmerzen, da ich zwei Knorpelschäden im rechten Knie habe. Aber das blendet man komplett aus. Ich weiß nicht, was wir für eine bombastische Fahrt gehabt haben. Aber ich bin der Lilly so dankbar, dass sie da so flink ist, dass sie mich da schön schnell runterbringt.”
Medaillen-Premiere für Stary
Während Aigner nun bei insgesamt fünf Paralympics-Medaillen – vier in Gold und eine in Silber – hält, ist es für Stary die erste. “Ich war richtig nervös jetzt oben am Start zum zweiten Durchgang”, sagte die 19-Jährige, die am Montag im Super-G noch schwer gestürzt ist. “Deswegen ist natürlich die Angst ein bisschen mitgefahren. Aber der Slalom war recht gut. Ich fühle mich gut und freue mich dann schon auf die technischen Events”, meinte die Kärntnerin, die wie Aigner noch im Riesentorlauf (Donnerstag) und Slalom (Samstag) startet.
Grochar-Medaille auf den letzten Drücker
Thomas Grochar war eigentlich schon auf “Blechkurs”, ehe der führende Russe Alexej Bugajew im Slalom mit rund 1,8 Sekunden Vorsprung und dem Ziel vor Augen stürzte und damit Grochars Bronze fixierte. “Das war gerade echt ein Wellenbad der Gefühle”, sagte der 32-jährige Kärntner, der bei seinen letzten Paralympics seine erste Medaille holte. “Ich habe schon gewusst, dass ich gut Ski fahren kann und dass ich kein Vollwappler bin. Aber die Überraschung ist groß.”
Der Abfahrts- und Super-G-Goldgewinner Johannes Aigner musste sich diesmal in der Kombination der Sehbeeinträchtigten dem Italiener Giacomo Bertagnolli mit Andrea Ravelli sowie dem Briten Neil Simpson mit Rob Poth geschlagen geben. Er und Haberl freuten sich aber auch über Kombi-Bronze, zumal sie von Platz vier nur 0,05 Sek. trennten. “Das ist nicht selbstverständlich”, betonte Aigner, für den es im achten Paralympics-Rennen seiner Karriere sein achtes Edelmetall war. Das Duo hat nun zwei Tage Pause, dann stehen noch die Technikrennen an.




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