Von: apa
Die bevorstehende Neuwahl des FIS-Präsidiums am Donnerstag in Belgrad sorgt im Vorfeld weiter für Unruhe. Wenige Tage nach dem Rücktritt von FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann, offenbar wegen Unstimmigkeiten mit (Noch-)FIS-Präsident Johan Eliasch, ist nun die seit vergangenen September für Sonderprojekte eingesetzte Alexandra Meissnitzer in Ungnade gefallen. Ein Interview der Ex-Weltmeisterin mit den “SN” am vergangenen Sonntag hat zu einer Ausladung für den Kongress geführt.
In Bezug auf eine mögliche Wiederwahl des britisch-schwedischen Milliardärs Eliasch sprach Meissnitzer von einem “großen Vertrauensverlust und wenig Transparenz”. Nach dem Rücktritt von Lehmann habe sie viel nachgedacht. “Die Glaubwürdigkeit der gesamten Organisation hat durch die Ereignisse der letzten Wochen gelitten und so wie es derzeit läuft, scheinen die großen Verbände kein Vertrauen mehr zu haben. Wenn ich das stillschweigend hinnehme, dann käme es einer Zustimmung zu den aktuellen Vorgängen gleich. Wenn gerade die besten Athleten wie Shiffrin oder Odermatt ihre Kritik so massiv äußern, dann kann ich das nicht ignorieren, dann kann ich nicht zum FIS-Kongress fliegen und abwarten, was passiert”, wurde Meissnitzer zitiert.
Dies hat dem Präsidium nicht gefallen, Meissnitzer wurde noch in der Nacht nach der Veröffentlichung ihrer Aussagen von der FIS ausgeladen. “Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird”, meinte die Ex-Skirennläuferin dazu schriftlich zur “SN”. Die Zeitung berichtet in ihrer Dienstag-Ausgabe, man habe aus dem Umfeld des ÖSV erfahren, dass man der Salzburgerin juristische Hilfe gewähren werde. Die Zukunft von Meissnitzer innerhalb der FIS ist zumindest bei einer Wiederwahl von Eliasch wohl unwahrscheinlich. Neben Eliasch kandidieren die Britin Victoria Gosling und der Liechtensteiner Alexander Ospelt. Letzteren unterstützt übrigens der ÖSV bei der mit Spannung erwarteten Wahl.




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