ÖHB-Frauen um Ana Pandza durften zufrieden sein (Archivbild)

ÖHB-Frauen fixieren EM-Ticket mit 38:16 gegen Griechenland

Sonntag, 12. April 2026 | 20:01 Uhr

Von: apa

Mit einer Machtdemonstration haben die österreichischen Handballerinnen am Sonntag das Ticket für die Europameisterschaft 2026 fixiert. Im sechsten und letzten Qualifikationsspiel festigten die ÖHB-Frauen in Linz mit einem 38:16-(22:6)-Kantersieg gegen Außenseiter Griechenland den zweiten Gruppenplatz. Damit qualifizierte sich die Truppe von ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman souverän für die Endrunde im Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei.

“Wir realisieren es noch gar nicht, dass es vorbei und fix ist. Wir freuen uns riesig und die Vorfreude ist jetzt schon groß. Wir haben das super gemacht und ich bin stolz auf die Mannschaft”, sagte Ines Ivancok-Soltic im ORF. Tijsterman war natürlich zufrieden, vor allem mit der “unüberwindbaren” Torfrau Lena Ivancok. “Ich bin stolz. Heute war es unglaublich und dass wir zum dritten Mal seit 2024 bei einem großen Turnier dabei sind mit dieser jungen Mannschaft, das ist wirklich cool.” Außerdem sei es “sehr besonders”, es erstmals seit 2008 aus eigener Kraft zu einem Großereignis geschafft zu haben.

ÖHB-Sportdirektor Fölser “sehr zufrieden”

“Ich bin sehr zufrieden, wir haben sie einfach überrannt”, ergänzte ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. “Wir wollen uns nach oben orientieren.” Bei der Auslosung am Donnerstag wird Österreich aus Topf 2 gezogen. “Egal, was kommt, wir wollen uns weiterentwickeln. Das war ein guter Schritt heute, ein souveräner Sieg, aber es geht natürlich immer noch besser. Wir können positiv in die Zukunft schauen”, sagte Fölser.

Für Österreichs Frauen ist es die vierte Endrundenteilnahme bei einer EM oder WM in Serie bzw. die fünfte in den vergangenen sechs Jahren. In Gruppe 6 blieb Spanien in sechs Spielen makellos, dahinter folgte Österreich mit vier Siegen. Beste Werferin gegen Griechenland war Philomena Egger mit acht Toren. Auch die Griechinnen schafften es mit zwei Siegen zur EM, da die vier besten Dritten von sechs Gruppen ebenfalls das Ticket lösten.

Traumstart in Linz

In der Sportmittelschule Kleinmünchen erwischten die Österreicherinnen mit einem 7:0-Lauf nach neun Minuten einen Traumstart und schlossen an den deutlichen 38:23-Erfolg am Mittwoch gegen Gruppenschlusslicht Israel an. Während die Griechinnen mit dem Spiel der Tijsterman-Truppe überhaupt nicht zurechtkamen, blieben die Gastgeberinnen vor dem Tor eiskalt und kassierten erst nach zehn Minuten den ersten Gegentreffer. Katharina Pandza hatte bis dahin noch gar nicht mitgewirkt, die ÖHB-Spielmacherin kam erst nach einer Viertelstunde ins Spiel. Wenig später stand es 18:2 (22.)

Die ÖHB-Auswahl konnte sich auf die starke Torfrau Lena Ivancok verlassen und überzeugte in der Offensive mit schnellen Gegenstößen und extremer Wurfeffizienz. Mit einem 16-Tore-Vorsprung ging es freilich ohne Druck in die zweite Hälfte, die Tijsterman auch nutzte, um zu rotieren. Dennoch bauten die Österreicherinnen ihren Vorsprung weiter aus.

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