Von: APA/Reuters/dpa
Österreich hat die Olympischen Winterspiele in Italien mit 18 Medaillen (5 Gold, 8 Silber und 5 Bronze) auf dem neunten Platz im Medaillenspiegel beendet. Die Gesamtausbeute ist ident mit jener von vor vier Jahren in Peking (7/7/4), damals kam das ÖOC-Team auf den siebenten Endrang. Einige Länder stellten neue Rekorde auf – auch die führende Wintersport-Nation Norwegen, die zum vierten Mal in Serie die Medaillenwertung gewann. Die meisten vierten Plätze sammelte Deutschland.
Außer in Peking war Österreich bei Winterspielen lediglich in Turin 2006 (23/9/7/7) und Albertville 1992 (21/6/7/8) erfolgreicher. “Ich bin wirklich sehr zufrieden. Einerseits mit der Medaillenausbeute, andererseits ist mit Blick auf die zahlreichen Spitzenplätze die enorme Breite des Teams hervorzuheben”, resümierte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. “Mit 18 Medaillen können wir eine sehr positive Bilanz ziehen”, sagte ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch.
Norwegen über allen anderen
Die besonders, aber nicht nur in den nordischen Ski-Disziplinen so starken Norweger holten 41 Medaillen (18 Gold, 12 Silber, 11 Bronze). Noch nie war ein Land bei einer Winter-Olympia-Ausgabe erfolgreicher – sowohl, was die Gesamtsumme als auch die Zahl der Goldmedaillen betrifft. Auf Rang zwei landeten die USA, die mit 12 Goldenen einen neuen nationalen Rekord aufstellten. Auch in der ewigen Medaillenbilanz der Winterspiele liegt übrigens Norwegen vor den USA in Führung.
Für neue nationale Gold-Rekorde sorgten auch das Gastgeberland Italien (10), die Niederlande (10) und Frankreich (8). Die Anzahl der Bewerbe war in Mailand/Cortina mit 116 freilich so hoch wie nie zuvor. Die ungeliebte Blech-Wertung “gewann” Deutschland, das 14 vierte Plätze notieren musste. “Das schmerzt deswegen, weil es irgendwo zwischen Drama und Tragödie abgelaufen ist”, sagte dazu Olaf Tabor, der deutsche Chef de Mission. Für Österreich gab es fünf vierte Plätze und damit Rang acht.
Rekordverzehr von Grana Padano, Pizza und mehr
Rekordverdächtige Zahlen gibt es von der kulinarischen Front zu vermelden. Die Athleten verzehrten laut CEO Andrea Varnier täglich etwa 60 kg Grana Padano, dazu 365 kg Pasta, 10.000 Eier, 8.000 Tassen Kaffee und 12.000 Pizzastücke, was einer Länge von etwa 1.800 Metern Pizza entspricht. “Nur um eine Vorstellung vom Ausmaß zu vermitteln: Würde man alle Tabletts, die täglich für jede Mahlzeit verwendet wurden, aufeinanderstapeln, ergäbe dies einen 60 km hohen Turm – etwa das 18-fache der Höhe des 3.225 Meter hohen Monte Tofana in Cortina”, sagte Varnier.
Es handle sich um eine enorme Menge an Lebensmitteln, die für die jungen Athleten und den hohen Energieverbrauch im Spitzensport notwendig sei, fügte er hinzu. Bis zu 4.500 Frühstücke, Mittag- und Abendessen wurden täglich im Dorf in Mailand zubereitet, fast 4.000 in Cortina und 2.300 in Predazzo.
Varnier gab an, dass rund 1,3 Millionen Tickets für die Spiele verkauft worden seien, was 88 Prozent der Gesamtkapazität aller Veranstaltungen entspreche. Etwa 37 Prozent der Zuschauer kamen laut ihm aus Italien und 63 Prozent aus dem Ausland, die meisten davon aus Deutschland und den Vereinigten Staaten.




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