Isabel Posch knapp am WM-Aufstieg vorbei

Posch und Lindner bei Leichtathletik-Hallen-WM über 60 m out

Samstag, 21. März 2026 | 22:35 Uhr

Von: apa

Die Sprinterinnen Isabel Posch und Magdalena Lindner sind am Samstag bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in der Halle von Torun in Polen in den 60-m-Vorläufen ausgeschieden. Der Vorarlbergerin Posch fehlten bei ihrem WM-Debüt in 7,27 Sek. nur zwei Hundertstel auf das Semifinale, Lindner war in 7,35 Sek. eine Zehntel entfernt. Die beiden ÖLV-Athletinnen belegten in einem 52-köpfigen Feld die Ränge 28 und 35.

Die 26-jährige Posch war im Sprint erstmals bei einem internationalen Großereignis dabei. Die ehemalige Mehrkämpferin wäre mit ihrer Bestzeit ins Halbfinale vorgestoßen. Jene zwei Hundertstel fehlten am Ende. “Normalerweise bin ich beim zweiten Rennen des Tages immer deutlich schneller, darum habe ich rund eine Stunde vor dem Vorlauf in der Aufwärmhalle einen vollen 40- bis 45-Meter-Sprint absolviert, um ein Rennen davor zu simulieren”, meinte Posch.

Sie weine dem verpassten Aufstieg nicht nach. “Ich hätte ja vor ein paar Wochen noch gar nicht geglaubt, jetzt hier bei der WM dabei zu sein. Es war also eine mega Saison, ich bin mehr als zufrieden mit der Entwicklung.”

Lindner kam nicht an Bestzeit heran

Lindner hatte in ihrem Lauf die Weltjahresschnellste Zaynab Dosso (ITA) neben sich. Die Niederösterreicherin lag bis zur Hälfte des Rennens gleichauf mit der Spitze, ehe sich die Schnellsten absetzten. Als Fünfte blieb Lindner unter ihrer vor drei Wochen in Wien aufgestellten persönlichen Bestzeit von 7,21 Sekunden, sie sprach danach von einer “semi-guten” Vorstellung. “Natürlich wollte ich so eine Zeit wie bei den Staatsmeisterschaften noch einmal reproduzieren.”

Am Vortag war die Burgenländerin Caroline Bredlinger über 800 m um 0,27 Sek. am Aufstieg vorbeigelaufen. Am Sonntag (12.55 Uhr) ist noch Hürdensprinterin Karin Strametz im Einsatz.

Duplantis wieder einmal einsame Klasse

Im Stabhochsprungbewerb am Samstagabend legte Armand Duplantis einmal mehr einen Glanzauftritt hin. Der Schwede holte mit 6,25 m seine nächste Goldmedaille – und das am Ort seines ersten Weltrekords. Am 8. Februar 2020 überquerte er in Torun mit 6,17 Metern erstmals in seiner Karriere die Weltrekordhöhe. Diesmal verzichtete Duplantis auf den Angriff auf seinen mittlerweile 16. Weltrekord. Die Bestmarke hatte er vor gut einer Woche auf 6,31 m geschraubt.

Mit seinem vierten Titel bei einer Hallen-WM zog der 26-Jährige in dieser Wertung mit Sergej Bubka gleich. Ansonsten hat er den legendären Ukrainer in vielen Kategorien längst überholt: Duplantis sprang etwa in seiner Karriere weit über 100 Mal über die sechs Meter, mehr als doppelt so oft wie Bubka.

Kurz zuvor verbesserte der Schweizer Simon Ehammer einen 14 Jahre alten Weltrekord. Der 26-Jährige erreichte im Siebenkampf 6.670 Punkte und war damit 25 Punkte besser als der US-Amerikaner Ashton Eaton im Jahr 2012. Ehammer siegte mit 333 Punkten Vorsprung klar vor Heath Baldwin, Dritter wurde dessen US-Landsmann Kyle Garland.

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