Anastasia Potapova steht vor dem Sprung in die Top 30

Potapova nach 6:3,6:2-Sieg über Muchova in dritter Rom-Runde

Freitag, 08. Mai 2026 | 19:23 Uhr

Von: apa

Anastasia Potapova hat am Freitag ihren aktuellen Lauf auch in der zweiten Rom-Runde fortgesetzt. Die 25-jährige Österreicherin besiegte die Weltranglisten-Elfte Karolina Muchova aus Tschechien 6:3,6:2 und hat damit einen wichtigen weiteren Schritt in Richtung Setzung bei den Tennis-French-Open gemacht. Die aus der Qualifikation gekommene Potapova trifft nun auf die als Nummer 20 gesetzte Russin Ljudmila Samsonowa. Im Head-to-Head führt die Wahl-Wienerin mit 2:1.

“Es war ziemlich solide. Ich habe es geschafft, fokussiert zu bleiben. Ich bin sehr glücklich, wie ich gespielt habe”, sagte Potapova über ihre Leistung. Der Erfolg gebe ihr einen Extra-Boost an Selbstvertrauen, da die French-Open-Finalistin 2023 eine der Topspielerinnen ist, besonders eben auf Sand. Samsonowa wiederum kenne sie sehr gut, erklärte Potapova. “Sie ist sehr gut, eine beständige Top-20-Spielerin. Der Schlüssel ist, fokussiert zu bleiben und um jeden Punkt zu kämpfen.” Wichtig sei, dass ihr das neue Racket für ihre Schläge Vertrauen gebe.

Auch nicht von Regenunterbrechung gestoppt

Potapova strotzt nach ihrem Finaleinzug in Linz und dem in Madrid erreichten ersten Halbfinale bei einem WTA-1000-Turnier vor Selbstvertrauen. Das zeigte sie auch gegen Muchova. Die 1:4-Bilanz in direkten Begegnungen mit der Tschechin ließ sie im ersten Satz ebenso außer Acht wie auch den Unterschied im Ranking. Die Weltranglisten-38. musste nach dem ersten Break zum 4:2 zwar das Rebreak hinnehmen, schaffte aber zum 5:3 ein weiteres und servierte nach 55 Minuten zum Satzgewinn aus.

Satz zwei startete sie in gleicher Manier und nahm ihrer Gegnerin im Auftaktgame erneut den Aufschlag ab. Es folgte eine längere Regenpause. Im Anschluss daran setzte Potapova nahtlos an ihre Vorstellung von vor der Unterbrechung an. “Ich hatte nie Probleme, nach einer Regenunterbrechung gut zurückzukommen. Ich habe das gefunden, was da für mich funktioniert.” Sie breakte ihre Gegnerin jedenfalls ein weiteres Mal und ging 4:0 in Front. Muchova wehrte weitere Breakbälle gegen sich noch ab, Potapova servierte aber sicher aus.

Nach wertvollem Sieg winken Top 30

Wieviel Qualität dieser Sieg hat, zeigt, dass Muchova heuer davor nur fünf Niederlagen und das ausschließlich gegen Spielerinnen aus den Top fünf bezogen hatte. US-Ass Coco Gauff unterlag sie zweimal, der Belarussin Aryna Sabalenka, der Kasachin Jelena Rybakina und der Polin Iga Swiatek je einmal. Ihre davor letzte Auftaktniederlage hatte die in Rom mit einem Freilos gestartete 29-Jährige Ende Juli 2025 in Montreal erlitten.

Potapova jedenfalls liegt virtuell schon unter den Top 30. Ein Sieg gegen Samsonowa allein würde sie freilich noch nicht viel weiter nach vor bringen. Durch die guten Leistungen in den vergangenen Wochen habe sie andererseits weniger Pausen. Das ist neu für sie, betonte Potapova. “Ich hatte es bisher noch nicht, dass ich bei mehreren Turnieren hintereinander tief ins Turnier vorgedrungen bin. Es wird von Tag zu Tag härter. Aber ich versuche, mich auf jedes Match zu fokussieren.” Dafür habe sie am Donnerstag gar nicht Tennis gespielt. “Das ist etwas Neues für mich.”

Während diese Partie wohl am Sonntag stattfinden wird, tritt der Steirer Sebastian Ofner im Männer-Turnier gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner am Samstag an. Das Match des Lokalmatadors und Weltranglistenersten gegen Österreichs Nummer eins wurde auf dem Center Court als erstes Spiel der Nightsession angesetzt (nicht vor 19.00 Uhr).

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