Yamal scheiterte mit Barca an Atletico

PSG und Atletico ziehen ins Champions-League-Halbfinale ein

Dienstag, 14. April 2026 | 23:07 Uhr

Von: apa

Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Atletico Madrid stehen im Halbfinale der Fußball-Champions-League. Die Franzosen ließen sich in Liverpool den 2:0-Vorsprung nach dem Hinspiel nicht mehr nehmen. Weltfußballer Ousmane Dembele traf beim 2:0 in einer Druckphase der Reds und auch zum Schlusspunkt. Atletico lag in Madrid gegen den FC Barcelona nach 25 Minuten und Toren von Lamine Yamal (4.) und Ferran Torres (24.) 0:2 zurück, schaffte mit einem 1:2 aber noch den Aufstieg.

Ademola Lookman (31.) brachte die Madrilenen mit seinem Tor wieder auf Kurs. Barcelona drückte danach vergebens auf den dritten Treffer. Eric Garcia sah bei den Katalanen in der 80. Minute die Rote Karte. Im Halbfinale trifft PSG auf den Sieger der Paarung zwischen Bayern München und Real Madrid, Atletico bekommt es mit Arsenal oder Sporting Lissabon zu tun.

Barcelona jubelt früh

Atletico gegen Barcelona ging zum bereits sechsten Mal in dieser Saison in Szene. Die Madrilenen hatten die Blaugrana bereits in der Copa del Rey im Halbfinale aus dem Titelrennen befördert. Der Vorsprung aus dem Hinspiel schmolz jedoch rasch. Juan Musso musste sich schon nach einer halben Minute nach einem Yamal-Schuss lang machen, wenige Minuten später war Atleticos Torhüter geschlagen. Einen Patzer von Ex-Barca-Verteidiger Clement Lenglet nutzte der spanische Jungstar in seinem 150. Pflichtspiel für Barcelona eiskalt durch die Beine von Musso aus.

Barcelonas offensiv ausgerichtete Spielweise bot aber auch Atletico Räume. Langzeitcoach Diego Simeone hatte am Wochenende beim 1:2 in Sevilla praktisch sein gesamtes Stammpersonal geschont. Der Argentinier sah, wie Dani Olmo nach zehn Minuten für die Gäste die nächste gute Möglichkeit auf dem Fuß hatte. In der 24. Minute hatte Hansi Flick mit seiner Aufstellungsvariante alles richtig gemacht. Der von Olmo freigespielte Torres – der den Vorzug vor Robert Lewandowski erhalten hatte – glich das Duell aus und ließ das Estadio Metropolitano verstummen.

Fermin Lopez erhöhte per Kopf fast zum 3:0, der nächste Treffer sollte jedoch Atletico zurückbringen. Das riskante Spiel von Barcelona ermöglichte eine Umschaltsituation, Lookman war zur Stelle. Der Schaden für Atletico war damit vorerst begrenzt. Barcelona drückte weiter. Torres traf zehn Minuten nach Wiederanpfiff volley, der Treffer wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung des Barcelona-Stürmers aberkannt. Torhüter Joan Garcia hielt die Katalanen mit einer Glanzparade im Spiel, ehe sich Szenen aus dem Hinspiel wiederholten. Garcia hielt den eingewechselten Alexander Sörloth zurück und sah für eine Notbremse nach VAR-Intervention Rot. Atletico verteidigte den Vorsprung erfolgreich. Das erste verlorene Heimspiel in der K.o.-Phase der Champions League in 14 Jahren unter Simeone war bedeutungslos.

PSG wankt, fällt aber nicht

PSG zeigte sich auch in Liverpool spielerisch in Form, ans reine Verteidigen dachten die Gäste nicht. Das Team von Luis Enrique wollte das Spiel kontrollieren und dominieren. Dembele versuchte es aus der Distanz und nach einer starken Viertelstunde akrobatisch, verfehlte aber das Ziel. Von den Heim-Fans wurde jede gelungene Aktion von Liverpools Elf bejubelt. Die Reds kämpften sich in die Partie.

Mohamed Salah kam nach einer halben Stunde für den offenbar gröber verletzten Hugo Ekitike ins Spiel und sah prompt eine Riesenchance für die Heimischen. Marquinhos rettete seine Elf im Duell der Kapitäne mit einem Tackling gegen den aufgerückten Virgil van Dijk in extremis vor einem Rückstand und feierte dies wie einen Treffer. Nach einer auch im Anfield intensiven ersten Halbzeit ging es torlos in die Kabinen.

Angetrieben vom starken Dominik Szoboszlai startete Liverpool im englischen Nieselregen forsch in die zweiten 45 Minuten. Bei PSG musste nach Nuno Mendes auch Hinspiel-Torschütze Desire Doue angeschlagen vom Rasen. Nach Salahs Hereingabe tauchte Milos Kerkez am langen Eck auf, schoss aber vorbei (57.). Die Franzosen wankten. Liverpools Anhang bejubelte einen vermeintlichen Elferpfiff (64.), nachdem PSG-Verteidiger Willian Pacho die Ferse von Alexis Mac Allister getroffen hatte. Der VAR schritt ein, der italienische Referee Maurizio Mariani nahm seine Entscheidung nach einem Blick auf den TV-Schirm zurück.

Der Weltfußballer hievte den regierenden Champion schließlich aus der Drucksituation. Nach Annahme, Haken und platziertem Abschluss mit links schoss Dembele den Drei-Tore-Vorsprung heraus. Das Duell war wie im Vorjahr im Achtelfinale für PSG entschieden. Dembele traf im Finish noch einmal.

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