Rapid scheiterte im Elferschießen an Hearts

Rapid verpasst CoL-Ligaphase – 3:4 i. E. gegen Hearts

Mittwoch, 26. August 2026 | 21:42 Uhr

Von: importer

Rapid hat durch einen klassischen Selbstfaller die dritte Teilnahme in Folge an der Ligaphase der Fußball-Conference-League verpasst. Die Hütteldorfer führten am Mittwoch im Play-off-Rückspiel vor Heimpublikum gegen Heart of Midlothian durch ein Tor von Ercan Kara (35.) 1:0, kassierten dann aber in Überzahl zwei Gegentreffer, ehe Nenad Cvetkovic Grün-Weiß ins Elferschießen rettete (119.). Dort vergaben die beiden “Joker” Moulaye Haidara und Marco Tilio.

Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup setzte vor 23.975 Fans zum dritten Mal in Folge auf dieselbe Startelf und sah einen schwungvollen Beginn seiner Truppe. Yusuf Demir bereitete Beau Reus mit einem 30-Meter-Freistoß Probleme (7.), Tonni Adamsen scheiterte aus spitzem Winkel am Hearts-Goalie (8.). Danach flaute die Partie etwas ab, Rapid blieb aber am Drücker und durfte nach einer guten halben Stunde jubeln. Über Bendeguz Bolla, Romeo Amane und Demir kam der Ball zu Kara, der nur noch vollenden musste.

Erst in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel strahlten die Schotten erstmals ein gewisses Maß an Gefahr aus. Claudio Braga (38.) und Oison McEntee (45.+4) prüften Rapid-Keeper Niklas Hedl, die Hütteldorfer hielten mit Fehlschüssen von Demir (38.) und Kara (40.) dagegen.

Rapid bettelte um 1:1

Die Schwächeperiode der Hausherren setzte sich in der zweiten Hälfte fort – bei einem Volley von Blair Spittal fehlte nicht viel (47.). Besonders brenzlig wurde es, als Kara nach einem Corner bei einem Abschluss von Braga auf der Linie rettete (58.) und der in der Anfangsphase eingetauschte Tomas Bent Magnusson am Fünfer danebenköpfelte (75.).

Gelb-Rot für Magnusson nach einem Foul an Nikolaus Wurmbrand schien den Hütteldofern in die Karten zu spielen, doch das Gegenteil war der Fall. Keine zwei Minuten später verschaffte sich “Joker” Pierre Kabore nach einem Corner mit einem Rempler gegen Kara Platz und beförderte den Ball mit der Brust Richtung Tor. Cvetkovic fälschte möglicherweise entscheidend ab.

In der Folge nahm Rapid das Heft wieder in die Hand und hatte bei einem Stangenschuss von Serge-Philippe Raux-Yao Pech (86.). Auch in der Verlängerung diktierten die Wiener das Match, kamen aber zu keinen zwingenden Chancen und fingen sich aus einem Konter das 1:2 ein. Miller verwertete eine Flanke von Robers Mato mit einem sehenswerten Seitfallzieher.

Cvetkovic ließ Rapid hoffen

Im Finish drückte Rapid verzweifelt auf den Ausgleich und wurde dafür in der 119. Minute belohnt – Cvetkovic beförderte den Ball nach optimaler Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Haidara über die Linie. Ausgerechnet der Youngster scheiterte dann aber im Elferschießen an Reus. Hedl ließ Rapid mit seiner Parade gegen McEntee noch einmal hoffen, ehe auch Tilio in Reus seinen Meister fand. Damit war das Out besiegelt – und das gegen einen Gegner, den Sturm Graz vor wenigen Wochen in der zweiten Qualirunde der Champions League noch mit einem Gesamtscore von 6:0 abgefertigt hatte.

Damit verpasst Rapid das Ligaphasen-Startgeld von 3,17 Millionen Euro, ein Aufstieg hätte wohl insgesamt rund sieben Millionen Euro brutto gebracht. Nun drohen angesichts des großen Kaders bis zum Ende der Transferzeit noch einige Spielerabgänge.

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