Bozen/Salzburg - Rechtskommission findet keine objektiven Beweise

Rassistische Vorwürfe im Eishockey: Ermittlungsverfahren abgeschlossen

Donnerstag, 28. März 2024 | 16:52 Uhr

Bozen/Salzburg – Die Rechtskommission der win2day ICE Hockey League hat das Ermittlungsverfahren zum gegenständlichen Sachverhalt angeblicher rassistischer Äußerungen während und nach dem vierten Semfinalspiel zwischen dem HCB Südtirol Alperia und dem EC Red Bull Salzburg am Dienstag, den 26. März 2024, abgeschlossen.

Nach Durchsicht und Prüfung der eingelangten Stellungnahmen und Wahrnehmungsberichten hält die Rechtskommission fest, dass im Hinblick auf die fehlende Objektivierbarkeit der behaupteten Vorfälle keine weiteren Schritte zu setzen waren.

Unter allen vorliegenden Beweismitteln sei ein diskriminierendes Verhalten, insbesondere „Affenlaute“, nicht objektivierbar. “Zudem haben weder Spieler und Betreuer beider Mannschaften noch in der Sparkasse Arena anwesende Spieloffizielle und Liga-Vertreter behauptete Laute wahrgenommen”, so die Rechtskommission.

Und weiter: “Die in einzelnen Medienberichten beschriebenen Vorfälle während des Verlassens der Halle bzw. dem Einsteigen in den Mannschaftsbus, haben nach Rücksprache mit allen dabei Anwesenden und im Speziellen den Spielern und Trainern vom EC Red Bull Salzburg nicht stattgefunden.

Es kann aber naturgemäß nicht ausgeschlossen werden, dass unter 5.012 Fans einzelne Personen gegen Ende des Spiels kurzfristig allenfalls diskriminierende Laute von sich gegeben haben, welche jedoch wohl nur für unmittelbar in der Nähe befindliche Personen hörbar gewesen sein können.

Für die weiteren Spiele sind die Vereine aufgefordert, den Ordnerdienst nochmals anzuweisen, Personen, die diskriminierendes Verhalten setzen, zu identifizieren, umgehend der Halle zu verweisen und entsprechend Bericht zu geben. Die Klubs sind auch dazu angehalten, gegen identifizierbare Spielbesucher*innen, die sich diskriminierend äußern, auf Basis der jeweiligen nationalen Gesetze ein Hallenbesuchsverbotsverfahren einzuleiten.”

Die win2day ICE Hockey League betont nochmals, “dass jegliche Form von Fremdenhass und Diskriminierung kategorisch ablehnt wird und verpflichtet sich, diese Werte in ihren Aktivitäten zu fördern und zu schützen. Die Eishockeyfamilie steht für Vielfalt, Chancengleichheit und Respekt.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Rassistische Vorwürfe im Eishockey: Ermittlungsverfahren abgeschlossen"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 21 Tage

…oh je, der ganze Aufwand für nichts und wieder nichts…und die feinen Pusterer Kollegen wissen nichts besseres, als gehässig in diese billige und haltlose Polemik einzusteigen, die von Salzburg vom Zaun gebrochen wurde, als ihnen die Partie aus der Hand glitt…wie armselig ist das denn…

😀

Surfer
Surfer
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Ich war im Stadion und habe von den rassistischen Parolen nichts mitbekommen, genauso wenig am Eis laut Aussagen der Spieler, will aber nicht behaupten dass niemand was geschrien hat was sich nicht gehört…..was ich aber nicht verstehe ist das unsportliche Verhalten der Schlägertruppe aus Salzburg, und der Schiedsrichter war noch dazu der Bruder eines Spielers der Salzburger 😒😒

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 21 Tage

@ Surfer

So war es und so ist es 👍
Unnötige Polemiken

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 21 Tage

” Neid lebt in Menschen, die das Glück der anderen nicht akzeptieren können”

Drum liebe Hockeyfreunde hier auf NS, so mancher Kommentar kann mann sich ersparen.

Frohe Ostern 💐🐇

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