Von: apa
Olympia-Gold scheint für Österreichs Rodlerinnen bereits nach dem ersten Tag im Einsitzer-Bewerb der Winterspiele in Cortina außer Reichweite. Auf eine Medaille darf nur noch Lisa Schulte hoffen. Die im Gesamtweltcup führende Tirolerin liegt nach zwei Läufen 0,678 Sekunden hinter der führenden Deutschen Julia Taubitz auf Rang sieben, auf das Podest fehlen ihr 0,183 Sekunden. Die zweifache Saisonsiegerin Hannah Prock verlor am Montag als Elfte bereits 1,173 Sekunden.
Schulte war nach dem ersten Lauf Achte gewesen. Die Weltmeisterin von 2024, in dieser Weltcup-Saison bereits dreimal Zweite, steigerte sich im zweiten Durchgang leicht. Für eine Medaille muss die 25-Jährige in den beiden abschließenden Läufen am Dienstag (17.00 und 18.34 Uhr) aber zulegen. “Es ist noch alles möglich, ich habe eine ganz gute Ausgangslage, dass ich nur noch gewinnen und nach vorne fahren kann. Ich hoffe natürlich sehr, dass es funktioniert”, sagte Schulte.
Am Start des ersten Laufes fokussierte sie “den Block falsch nach vorne”, fuhr nach links weg, das ergab eine schlechte Startzeit. “Vielleicht war es ein bissl die Nervosität und ich wollte zu viel und habe mich zu sehr eingerollt.” Der zweite funktionierte besser, die Fahrt sei bis auf Einfahrt Kurve 14 okay gewesen. “Aber mit dem Speed können wir vor allem mit den deutschen Mädels nicht ganz mithalten.” Sie hoffe, gut schlafen zu können. “Die Hoffnung ist noch nicht weg, ich kann morgen nochmals voll angreifen.”
Prock mit zu riskantem Set-Up
Prock kam mit der neuen Olympia-Bahn “Eugenio Monti” nicht zurecht, verlor in beiden Läufen über eine halbe Sekunde. “Im ersten Lauf waren wir vom Set-up her definitiv zu riskant am Weg, im zweiten bin ich einfach unsauber gefahren”, erklärte die 26-Jährige. Sie nehme lediglich die guten Startzeiten mit. Das Medaillenrennen sei für sie “ziemlich sicher schon gelaufen”.
Dorothea Schwarz lag nach dem ersten Durchgang über eine Sekunde zurück, verbesserte sich aber im zweiten von Zwischenrang 16 auf 13 (+1,459). “Ich habe im ersten Lauf einen blöden Fehler eingebaut und das noch gut retten können, dass es nicht zu einem Sturz gekommen ist. Mit dem zweiten bin ich halbwegs zufrieden. Ich schaue, dass ich morgen die Lockerheit habe”, sagte die Olympia-Debütantin. “Es ist mega, hier dabei zu sein, ich freue mich voll. Ich kann nichts mehr verlieren, nur noch schön fahren.”
Deutscher Showdown um Gold
Das Rennen um Gold dürfte eines zwischen Taubitz und ihrer Landsfrau Merle Fräbel werden. Die Weltmeisterin entriss der 22-jährigen Olympia-Debütantin die Führung im zweiten Lauf mit neuem Bahnrekord. Nach Tag eins trennen die deutschen Gold-Kandidatinnen aber nur 61 Tausendstelsekunden. Die drittplatzierte Lettin Elina Bota liegt bereits 0,495 Sekunden hinter Taubitz.




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