Loic Meillard (Mitte) triumphierte erneut auf der Planai

Schweizer Meillard gewinnt Schladming-RTL – Schwarz Achter

Dienstag, 27. Januar 2026 | 23:01 Uhr

Von: apa

Das Riesentorlauf-Nightrace von Schladming hat nicht den erhofften österreichischen Podestplatz gebracht. Als bester ÖSV-Fahrer landete Marco Schwarz Dienstagabend vor 15.000 Heimfans auf Rang acht. Den Sieg auf der Eispiste der Planai holte sich der Schweizer Loic Meillard, der bereits vor drei Jahren hier gewann. Zweiter wurde der brasilianische Halbzeitführende Lucas Pinheiro Braathen (+0,73 Sek.), Rang drei ging an den Franzosen Alban Elezi Cannaferina (+0,90).

Schwarz verlor in der Entscheidung vier Plätze, am Ende fehlte dem Kärntner eine Sekunde auf einen Stockerlplatz. “Ich habe mir im Mittelteil zu wenig zugetraut, und dann bist du nicht dabei bei der Musik”, erklärte Schwarz den Rückstand. Zweitbester Österreicher wurde Joshua Sturm als Zwölfter. Stefan Brennsteiner musste sich mit Rang 15 unmittelbar vor Patrick Feurstein begnügen. Weltmeister Raphael Haaser kam nur auf Rang 22. Manuel Feller verpasste mit Startnummer 49 in seinem letzten Weltcup-RTL das Finale als 44. klar. Lukas Feurstein schied im ersten Lauf aus.

Zu den Geschlagenen zählte auch Marco Odermatt, der Schweizer baute mit Rang vier aber die Weltcup-Führung aus. Nach sieben von neun Riesentorläufen in diesem Winter hat der Eidgenosse 103 Zähler Vorsprung auf Braathen. Brennsteiner fiel auf Rang vier zurück und hat mit 129 Punkten Rückstand nur noch geringe Chancen auf die kleine Kristallkugel. Am Mittwoch findet auf der Planai noch ein Weltcup-Slalom statt (17.45/20.45 Uhr/live ORF 1).

Planai als Eisplatte

Die Strecke auf der Planai war diesmal besonders garstig zu den Athleten. Der Norweger Henrik Kristoffersen hatte nach dem ersten Lauf im ORF fassungslos gemeint: “Ich glaube, in 14 Jahren Weltcup-Riesentorlauf habe ich nie einen Riesentorlauf gefahren, wo es so eisig war.” Braathen sprach vom “eisigsten Rennen, das ich je gefahren bin”. 18 Skirennfahrer sahen im ersten Lauf nicht das Ziel, im Finale waren es dann nur noch zwei Ausfälle sowie eine Disqualifikation nach Torfehler.

Schwarz wollte sein Ergebnis nicht mit dem Pistenzustand begründen. “Natürlich war es sehr knackig, aber das ist ein Outdoor-Sport. Da kann einmal so etwas auch passieren. Ich glaube nicht, dass man jetzt wegen jeder Piste jammern muss.” Den möglichen Podestplatz vor den Heimfans nicht geschafft zu haben, nagte an dem 30-Jährigen. “Die Enttäuschung ist heute deutlich größer als die Freude über einen Top-10-Platz.” Ähnlich war auch die Gefühlslage bei Brennsteiner. “Es war ein Kampf von oben bis unten. Ich glaube, man hat es gesehen.”

Mehr Freude gab es beim Teamkollegen Sturm, der mit Rang zwölf sein bestes Ergebnis im Weltcup erzielte. “Ich denke, der zweite Lauf ist mir ganz gut geglückt. Meine Formkurve ist nach oben zeigend, ich bin zufrieden”, erklärte der 24-Jährige, der kein Olympia-Ticket erhalten hatte. Patrick Feurstein machte im Finale mit der achtbesten Laufzeit neun Plätze gut. “Ich habe da viel mehr das Limit gesucht und Gott sei Dank auch gefunden.”

Eiskönig Meillard

Eiskönig von Schladming war aber Loic Meillard, der seinen neunten Weltcupsieg feierte, den sechsten im Riesentorlauf. Eis sei einfach sein Metier, meinte der Eidgenosse im ORF. “Das ist, wo ich am besten fahren kann, wo ich mich immer wohlgefühlt habe. Heute hat es wieder funktioniert. Ich habe es geschafft meinen Plan durchzuziehen.” Der 29-jährige Meillard hält nun bei drei Weltcupsiegen in Österreich – zwei in Schladming, einer in Saalbach. Erstmals im Weltcup am Podium stand übrigens Elezi Cannaferina, sein bestes Ergebnis war bisher ein elfter Platz gewesen.

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