Probleme mit der Hitze

Sinner bricht in Paris zusammen

Donnerstag, 28. Mai 2026 | 16:40 Uhr

Von: mk

Paris/Sexten – Südtirols Tennisstar Jannik Sinner ist bei den French Open 2026 überraschend bereits in der zweiten Runde gescheitert. Wie Medien übereinstimmend berichten, verlor der Topfavorit gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo nach komfortabler Führung 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6.

Sinner erlebte beim Stand von 6:3, 6:2, 5:1 offenbar hitzebedingt einen plötzlichen Zusammenbruch. Bei 33 Grad erlitt er offenbar einen Sonnenstich.

Der 24-Jährige, der die Weltrangliste souverän anführt und sich in den vergangenen Wochen als scheinbar unbezwingbar präsentiert hatte, verlor 18 Punkte und gewann nur noch zwei Spiele.

“Unglaublich. Er hat ihn hergespielt und auf einmal ging nichts mehr. Das war traurig anzusehen”, meinte Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber ungläubig. Ihm zufolge sei es gar keine so intensive Partie gewesen. “Es sah teilweise aus wie ein Trainingsspiel. Das kam wie aus dem Nichts.”

Gegen Ende des dritten Satzes schien Sinner plötzlich Probleme zu bekommen. Immer wieder suchte die Nummer eins der Welt den spärlichen Schatten auf dem Court Philippe-Chatrier. Der Sextner dehnte mehrfach seine Muskulatur. Manuel Cerúndolo ist derzeit Nummer 56 in der Weltrangliste.

Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 für Sinner konnte er dann erstmals nicht mehr weiterspielen und nahm ein Medical Time-out – weil ihm übel und schwindlig sei, wie er selbst erklärte.

Nachdem er wieder auf den Platz zurückgekehrt war, verlor der Sextner den dritten Satz. Auch nach einer weiteren Pause wirkte Sinner mitgenommen. Im vierten Satz soll er gegen Brechreiz gekämpft haben. Zudem stützte er sich des Öfteren auf seinem Schläger ab und holte sich Rat von seinen Trainern.

Nach insgesamt drei Stunden verlor er auch den vierten Satz. Sinner kämpfte trotzdem verbissen weiter, doch sein Körper ließ ihn diesmal im Stich.

Der Südtiroler wurde in Paris als absoluter Topfavorit gehandelt, nachdem 2025 Carlos Alcaraz ihn in einem epischen Finale ausgebremst hatte. Weil der Spanier in diesem Jahr verletzungsbedingt fehlt, hatten sich Sinners Chancen im Vorfeld noch einmal vergrößert.

Durch Sinners Out ist nun Alexander Zverev als Nummer zwei der höchstgereihte Spieler im Turnier. Dem Deutschen bietet sich nun eine große Chance auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph. “Es ist hart für ihn. Ich konnte nicht mehr als drei Games pro Satz gewinnen, also hatte ich Glück. Er hätte diesen Sieg verdient gehabt. Dann weiß ich nicht, was passiert ist. Aber er tut mir leid, und ich hoffe, dass er sich wieder erholt”, sagte Cerundolo.

Sinner hatte in den vergangenen Jahren des Öfteren bei hohen Temperaturen mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Zuletzt hatte er 30 Partien en suite gewonnen.

Bezirk: Pustertal

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