Von: apa
Anna Gasser hat am Samstag in Flachau im Slopestyle-Finale, ihrem möglicherweise letzten überhaupt, den zweiten Platz belegt. Dank eines starken zweiten Runs mit 72,43 Punkten musste sie sich nur der Britin Mia Brookes (73,25) geschlagen geben, die davor auch die nicht zum Weltcup zählende Spring Battle an gleicher Stelle gewonnen hatte. Dritte wurde Lily Dhawornvej aus den USA. Letztere führt nun im Slopestyle-Weltcup.
Für Gasser wäre sogar mehr drinnen gewesen, womit sie neben aller Freude über Rang zwei auch ein wenig haderte. “Es gibt seit letztem Jahr ein neues Wertesystem und das ist so auf Perfektion ausgelegt. Ich habe im ersten Run andere Tricks gezeigt, die nicht so belohnt worden sind”, sagte Gasser. Darum ist sie im zweiten Run mehr auf sicher gefahren. “Beim letzten Jump habe ich ein bisserl Schwierigkeit rausgenommen. Im Nachhinein ärgert mich das ein bisserl, das waren wahrscheinlich die paar Punkte, die ich für den ersten (Platz) gebraucht hätte. Aber ich bin superhappy, dass es daheim aufgegangen ist.”
Gasser klingt nicht nach Rücktritt
Für Gasser war es im 45. Weltcupbewerb im Big Air und Slopestyle der 33. Podestplatz (Big Air allein: 20 in 22 Bewerben). “Natürlich weiß man als Sportler solche Statistiken nicht. Aber es ist ein Wahnsinn, dass ich über so viele Jahre mit vorne dabei bin. Das ist wohl einer meiner größten Erfolge.”
Der letzte Bewerb in diesem Jahr sei ein “versöhnlicher Abschluss nach einer schweren Saison mit Verletzungen, deshalb bin ich megaglücklich.” Die Big-Air-Doppel-Olympiasiegerin hat sich noch nicht entschieden, ob sie die kommende Saison doch noch anhängt. 2027 gibt es eine Heim-WM im Montafon. An der Lust am Snowboarden wird die Entscheidung keinesfalls scheitern. “Ich fliege in ein paar Tagen zum Tiefschneefahren nach Kanada und Videoaufnahmen machen. Ich freue mich jetzt auf Snowboarden für mich selber, für neue, kreativere Challenges.”




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