13 Damen und 23 Herren aus zehn Nationen bei Alpin Rodel Testevent

Sprint Slalom am Jenner in Schönau am Königssee ein voller Erfolg

Sonntag, 01. März 2026 | 20:27 Uhr

Von: ka

Schönau am Königssee (D) – Am vergangenen Samstag, dem 28. Februar 2026, hat die Zukunftswerkstatt Alpin Rodeln und Breitensport bei der Mittelstation der Jennerbahn ein neues Rennformat getestet. Nach dem Sprint-Slalom gab es viel Lob, neue Erkenntnisse und zwei strahlende Sieger.

(c) Klaus Listl

Bei Kaiserwetter und frühlingshaften Temperaturen ging es darum, den Sprintslalom unter Weltcupbedingungen zu testen. Die Rodellegenden Patrick Pigneter und Michael Scheikl setzten einen fairen Kurs auf die abgesperrte Skipiste bei der Mittelstation, dort, wo am 5. Januar 1967 das erste Ski-Weltcup-Rennen ausgetragen wurde.

Im Einsitzer der Damen war Jenny Castiglioni (ITA) mit einer Gesamtzeit von 38,58 Sekunden eine Klasse für sich, Alpin-Rodel-Gesamtsiegerin Riccarda Ruetz (AUT) hatte im ersten Lauf einen schweren Fehler, dank Bestzeit im zweiten Durchgang reichte es für Rang zwei im Gesamtklassement, vor Lotte Mulser (ITA). „Die Umstellung auf die neue Alpin Rodel ist groß, mir ist es aber sehr gut gelungen. Die Stimmung war großartig“, freute sich die Siegerin.

(c) Klaus Listl

Auch im Einsitzer der Herren kommt der Sieger aus Italien: Mathias Troger, der in der abgelaufenen Weltcup-Saison zwei Mal am Podest stand, überzeugte mit einer perfekten Mischung aus solider Technik und Risiko. Bestzeit in beiden Läufen und eine Gesamtzeit von 36,65 Sekunden bedeuteten Platz eins, vor Europameister Daniel Gruber (ITA) und Fabian Achenrainer (AUT). „Ich glaube, ich komme mit weichem Schnee auf einer Skipiste sehr gut zurecht. Das neue Format gefällt mir, ein Rohdiamant, der noch von uns allen geschliffen werden muss“, gab Troger nach dem Testrennen zu Protokoll.

(c) Klaus Listl

Viel Lob von den Offiziellen

Begeistert zeigte sich Thomas Schwab, der Vorstandsvorsitzende des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD): „Wir haben gesehen, dass dieses neue Rennformat funktioniert. Wir brauchen keine vereiste Rodelbahn, eine abgesperrte Skipiste reicht aus. Das schont Ressourcen, das ist die Zukunft. Ich wünsche mir, dass wir schon bald einen richtigen Alpin Rodel Weltcup am Jenner erleben werden“.

Eine positive Bilanz zog auch Christoph Schweiger, der Exekutivdirektor des Internationalen Rodelverbandes FIL. „Wir sind normalerweise auf vereisten Bahnen im Wald unterwegs, mit diesem Format bringen wir den Rodelsport dorthin, wo die Menschen sind. Ich bin überzeugt, dass dieser Weg erfolgreich ist“. Und auch Dietmar Herbst, der Präsident der Internationalen Schlittensport Union ISSU, spricht von einem gelungenen Event: „In den vergangenen Jahren wurde dieses neue Sportgerät entwickelt. Diese schwierige Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert, denn weder mit der aktuellen Rennrodel noch mit der aktuellen Sportrodel hätte das heute funktioniert. Die Stärke dieser neuen Rodel ist ihre Vielseitigkeit, sie läuft sowohl auf Schnee als auch auf Eis“.

Gerhard Mühlbacher, Leiter der Zukunftswerkstatt Alpin Rodeln und Breitensport: „Wir haben gesehen, wohin die Reise geht. Der eingeschlagene Weg ist der richtige. Wir brauchen solche Rennen auf Skipisten als Ergänzung zu den klassischen Rennen auf Rodelbahnen. Wenn über solche Events mehr Menschen mit Rodelsport in Kontakt kommen, dann kann das nur gut für Alpin Rodeln als Breitensport sein“.

Ergebnisse Testevent Sprint Slalom:

Top-3 Einsitzer Damen

Jenny Castiglioni (ITA), 38,58 Sekunden
Riccarda Ruetz (AUT), +0,99 Sekunden
Lotte Mulser (ITA), +1,52 Sekunden

Top-3 Einsitzer Herren

Mathias Troger (ITA), 36,65 Sekunden
Daniel Gruber (ITA), +1,25 Sekunden
Fabian Achenrainer (AUT), +1,62 Sekunden

 

 

 

 

Bezirk: Bozen

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