Von: APA/dpa
Keine der vier angetretenen österreichischen Leichtathletinnen hat bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Torun in Polen im Vorlauf den Aufstieg geschafft. Um lediglich vier Tausendstel und damit am knappsten verpasste Karin Strametz dieses Ziel am Sonntag über 60 m Hürden. Sie wurde 25. An den Vortagen waren 800-m-Läuferin Caroline Bredlinger um 0,27 Sek. sowie über 60 m Isabel Posch um zwei Hundertstel und Magdalena Lindner um eine Zehntel am Weiterkommen vorbeigeschrammt.
Strametz wurde im dritten von sechs Vorläufen ihrer Disziplin in 8,03 Sek. Fünfte. Nur jeweils die Top drei stiegen direkt auf, dazu die weiteren sechs Zeitschnellsten. Die Steirerin fand sich in dieser Liste einmal auf Position vier wieder, rutschte bis vor dem letzten Heat auf Platz sechs zurück und wurde letztlich von einer zeitgleichen Konkurrentin noch hinausbugsiert. Bei Zeitgleichheit entscheiden die Tausendstel. Die persönliche Bestzeit der Sprinterin lautet auf 7,97 Sek. Enzo Diessl, Raphael Pallitsch und Susanne Gogl-Walli hatten auf ein WM-Antreten verzichtet.
“Vier Tausendstel ist der Wahnsinn, knapper geht es nicht”, sagte Strametz. “Die Zeit ist für einen Vorlauf ganz ok, aber das Niveau ist halt irrsinnig hoch.” Sie wollte zwar attackieren, aber der Biss scheine etwas gefehlt zu haben. “Das Warten danach ist schrecklich, man ist genauso nervös wie beim Rennen selber, vor allem weil man dann machtlos ist.” Trainer Philipp Unfried sprach von einem bitteren Ausgang. “Zeitgleich rauszufliegen ist einfach die Höchststrafe. Jetzt heißt es weiterzuarbeiten und besser zu werden.”
17-jähriger Lutkenhaus jüngster Weltmeister der Geschichte
Wenige Stunden später kürte sich der US-amerikanische Teenager Cooper Lutkenhaus zum jüngsten Leichtathletik-Weltmeister der Geschichte. Im Alter von 17 Jahren und 93 Tagen ist Lutkenhaus nach seinem Sieg über 800 Meter laut Weltverband auch der jüngste Einzelmedaillengewinner überhaupt – egal ob unter dem Hallendach oder im Stadion. Lutkenhaus setzte sich im Endlauf 300 Meter vor dem Ziel an die Spitze des Feldes und konnte von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden.
Einen Tag nach dem vierten WM-Titel von Stabhochsprung-Star Mondo Duplantis in der Halle bejubelte auch ein anderer Favorit sein viertes Gold. Im Kugelstoßen siegte der Neuseeländer Tom Walsh. 2016, 2018 und 2025 war der 34-Jährige ebenfalls schon der Beste seiner Disziplin unter dem Hallendach gewesen.




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