Stadlober knapp am Sieg vorbei

Stadlober bei Olympia-Generalprobe Weltcup-Zweite

Sonntag, 18. Januar 2026 | 14:56 Uhr

Von: apa

Langläuferin Teresa Stadlober hat bei ihrem einzigen Weltcup-Auftritt nach der Tour de Ski und vor den Olympischen Spielen ihren ersten Sieg als Zweite um nur 0,7 Sekunden verfehlt. Um einen Hauch besser als die auch bei der Tour zweitplatzierte Salzburgerin war am Sonntag in Oberhof über 10 km klassisch die Schwedin Moa Ilar. Dritte wurde 20,8 Sekunden zurück deren Landfrau Jonna Sundling. Den vorletzten Weltcup vor Olympia bestritt aber nicht die gesamte Weltelite.

Stadlober wird die letzte Station vor dem Saisonhöhepunkt in Italien kommendes Wochenende in Goms (SUI) auslassen. Die Bronzemedaillengewinnerin von Peking will stattdessen unter anderem auf der Tauplitz für die Winterspiele trainieren. Bei ihrer Generalprobe für Olympia legte sie im Einzelstartrennen einen Steigerungslauf hin und fing die bei allen Zwischenzeiten deutlich vor ihr führende Ilar beinahe noch ab.

ÖSV-Topathletin voll vielversprechendem Olympiakurs

“Das war ein mega Rennen und es ist natürlich ein bisschen schade, dass sich mein erster Weltcupsieg am Ende so knapp nicht ausgegangen ist. Ich hatte ein super Finish, konnte auf den letzten Metern noch einige Zeit gutmachen und auch das Material war wieder richtig gut”, sagte Stadlober. Ihre Vorbereitung für Mailand/Cortina laufe nach Plan. “Ich konnte mich nach der Tour wieder sehr gut erholen und das war heute definitiv eine super Generalprobe in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele.”

Vermeulen nach Rang 46 ratlos

Ihr ÖSV-Teamkollege Mika Vermeulen verpatzte sein Comeback nach einmonatiger Pause und wurde im 10-km-Bewerb der Männer nur 46. Der Steirer lag in seinem wahrscheinlich letzten Rennen vor den Winterspielen eineinhalb Minuten hinter dem siegreichen Norweger Martin Löwström Nyenget. Einige Asse wie Topstar Johannes Hösflot Kläbo waren nicht am Start, sie absolvieren stattdessen im Hinblick auf die Winterspiele einen längeren Trainingsblock. Vermeulen hat das in den vergangenen zwei Wochen erledigt, nachdem er um den Jahreswechsel bei der Tour nach einem grippalen Infekt ausgefallen war.

Beim Wiedereinstieg kam der Ramsauer aber überhaupt nicht auf Touren und war anschließend ratlos. “Es war furchtbar, keine Ahnung, was heute los war. Das, was ich heute gemacht habe, war peinlich, ich schäme mich”, sagte Vermeulen. Den Weltcup in Goms wollte er eigentlich auslassen. Nach der Pleite in Oberhof müsse man den Plan aber vielleicht überdenken, so der zu Saisonbeginn in Ruka über 10 km drittplatzierte ÖSV-Athlet.

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