Von: APA/dpa
Gianni Infantino darf sich der Unterstützung aus Südamerika für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident sicher sein. Das Council des Kontinentalverbands CONMEBOL sprach sich am Donnerstag einstimmig für den 56-jährigen Amtsinhaber aus, sollte dieser wie erwartet im kommenden Jahr erneut als Chef des Fußball-Weltverbands kandidieren. Der Ex-UEFA-Generalsekretär aus der Schweiz war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden.
Da seine ersten knapp dreieinhalb Jahre als FIFA-Präsident nicht angerechnet werden, kann Infantino 2027 erneut für vier Jahre dann bis 2031 in eine laut Statuten letzte Amtszeit gewählt werden. “Vielen Dank für Ihr unermüdliches Engagement für die Entwicklung des südamerikanischen Fußballs und für Ihre globale Führungsrolle”, sagte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez. “Wir schätzen Ihre Verbundenheit mit unserer Region und Ihre Vision, diesen Sport weltweit weiterzuentwickeln, sehr.”
Der südamerikanische Verband hatte sich im vergangenen Jahr für eine Ausweitung der WM 2030 von 48 auf 64 Teams ausgesprochen und wirbt weiter dafür. CONMEBOL hatte diesen Wunsch auch bei einem Treffen mit Infantino hinterlegt, die FIFA hatte eine Prüfung des Vorschlags angekündigt. Die WM in gut vier Jahren findet nach aktuellen Plänen größtenteils in Spanien, Portugal und Marokko statt. Jeweils ein Spiel ist in Argentinien, Paraguay und Uruguay geplant.
Gegenkandidat nicht in Sicht
Infantino steht zwar unter anderem wegen seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump immer wieder in der Kritik der Öffentlichkeit. Im internationalen Fußballkosmos gibt es allerdings kaum öffentlich geäußerten Widerspruch, ein Gegenkandidat für eine Wahl ist aktuell nicht in Sicht.




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