Von: mk
Bozen – Der Erfolg von Anna Negri bei den Italienmeisterschaften in Bari steht beispielhaft für die Vielfalt und Stärke des Südtiroler Sports. Die 19-jährige Sprinterin aus Kaltern gewann kürzlich die Titel über 100 und 200 Meter und zählt damit zu den erfolgreichen Athletinnen, die zeigen, welche Bedeutung Sport für Gemeinschaft, Gesundheit und persönliche Entwicklung haben kann. Nach einer schweren Autoimmunerkrankung und einer Nierentransplantation im Jahr 2022 fand Anna Negri über den Sport zurück in einen selbstbestimmten Alltag und zählt heute zu den erfolgreichsten Athletinnen im Transplant-Sport Italiens.
“Die Erfolge von Athletinnen wie Anna Negri zeigen eindrucksvoll, welche Kraft Sport entfalten kann – gerade auch im Bereich der Inklusion und der persönlichen Entwicklung. Sport schafft Gemeinschaft, vermittelt Zuversicht und eröffnet Perspektiven”, betont Sportlandesrat Peter Brunner.
Südtirol verfügt über eine breite Sportlandschaft: 436 geförderte Sportvereine bieten derzeit insgesamt 966 Sportangebote in 83 unterschiedlichen Disziplinen an. Damit erreicht die öffentliche Sportförderung große Teile der Bevölkerung und schafft ein flächendeckendes, niederschwelliges Angebot. Die jährlichen Fördermittel für den Breitensport lagen in den vergangenen Jahren zwischen rund zwei und 2,7 Millionen Euro. Ziel der Landesförderung ist es, Vereinen langfristige und verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten – insbesondere für Ehrenamt, Jugendarbeit und nachhaltige Vereinsentwicklung.
Auch im Spitzensport setzt Südtirol auf Kontinuität und Vielfalt. Im Jahr 2026 werden insgesamt 32 Spitzenteams gefördert, darunter sechs reine Frauenteams. In mehreren Sportarten bestehen gezielte Förderungen für Frauenmannschaften, unter anderem im Basketball, Fußball, Handball und Eishockey. Neben der finanziellen Förderung rückt auch die Frage der Gleichstellung zunehmend in den Fokus. Das Land setzt dabei auf Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung – etwa im Hinblick auf gleiche Preisgelder, gleichwertige Auszeichnungen und gleiche Wertschätzung sportlicher Leistungen.
“Gleichstellung im Sport ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Unser Ziel bleibt, gleiche Rahmenbedingungen für alle zu schaffen und gleichzeitig die große Vielfalt der Südtiroler Sportvereine weiterzuentwickeln”, sagt Brunner.
Die bestehenden Fördermöglichkeiten stehen grundsätzlich allen Vereinen offen. Das Land lädt Sportorganisationen weiterhin dazu ein, sich aktiv einzubringen und neue Impulse – auch im Frauensport und im inklusiven Sport – mitzugestalten.




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