Nächster Erfolg für Tagger in Linz

Tagger in Linz bereits im Viertelfinale und damit Top 100

Donnerstag, 09. April 2026 | 18:50 Uhr

Von: apa

Österreichs Tennis-Jungstar Lilli Tagger begeistert beim WTA-500-Turnier in Linz weiter und steht bereits im Viertelfinale. Dadurch wird die 18-Jährige erstmals in die Top 100 der Weltrangliste einziehen. Im Achtelfinale besiegte die Osttirolerin am Donnerstag die als Nummer drei gesetzte Russin Ljudmila Samsonowa 6:2,7:6(11). Am Freitag trifft sie auf die seit einigen Monaten für Österreich spielende Russin Anastasia Potapova oder die Deutsche Tamara Korpatsch.

Gegen die Weltranglisten-21. Samsonowa startete Tagger mit einem Break und einem makellosen Auftaktspiel perfekt. Durch das Break zum 5:2 war die Vorentscheidung im ersten Durchgang gefallen, den sie mit der Verwertung ihres zweiten Satzballes nach 38 Minuten beendete. Auch im zweiten Satz war Tagger in der ausverkauften Halle lange die bessere Spielerin und es dauerte nicht lange bis zu ihrem ersten Break zum 2:1. Danach hielt der Teenager seinen Aufschlag sehr souverän, Samsonowa war bei eigenem Service hingegen mehrmals in Gefahr, rettete sich aber jeweils.

Zweiter Satz als Nervenschlacht

Ausgerechnet beim Servieren auf das Match musste Tagger das erste Break zum 5:5 hinnehmen. Wenig später wehrte sie bei eigenem Aufschlag vier Satzbälle der Russin ab. Tagger kämpfte sich aber ins Tiebreak, das zu einer Nervenprobe geriet. Samsonowa vergab erneut vier Möglichkeiten auf den Satzausgleich, Tagger ließ ihrerseits zunächst drei Matchbälle ungenutzt, verwertete den nächsten nach 2:02 Stunden Spielzeit aber zum viel umjubelten Sieg. “Ehrlicherweise fühlt es sich wie ein Traum an, in Österreich mein bisher bestes Turnier auf diesem Level zu spielen. Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist unglaublich”, sagte Tagger.

Tagger erleichtert und stolz

Das Spiel sei aufgrund der hart umkämpften Schlussphase eines ihrer bisher schwierigsten gewesen. “Das war vor allem am Ende ein verrücktes Match. Es war teilweise sehr schwierig, aber ich habe es sehr gut gelöst. Die Situation im zweiten Satz war nicht leicht, ich bin froh, dass ich es nochmal umgedreht habe. Und natürlich hat mir das Publikum sehr geholfen, danke dafür”, sagte Tagger, berichtete von einigen Gänsehautmomenten und bat ihren Anhang um Verzeihung für die Nervenschlacht. “Ich glaube, ich muss mich bei meiner Familie entschuldigen, die drehen durch. Ich werde mich das nächste Mal bemühen, dass es nicht so spannend wird zum Schluss.”

Der auch für das Ranking und die French Open in Paris, wo sie nun im Hauptbewerb stehen wird, so wichtige Erfolg bedeute ihr sehr viel. “Das ist schon etwas sehr, sehr Besonderes, man genießt das natürlich. Das bedeutet mir sehr viel, das war ein Ziel, ich habe es erreicht und bin natürlich megafroh. Die Ziele werden natürlich immer höher”, sagte Tagger und gab an, keine Wunschgegnerin für das Viertelfinale zu haben. Gegen Potapova hat sie noch nie gespielt, gegen Korpatsch im Vorjahr zweimal, beide Duelle gewann sie ohne Satzverlust.

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