Von: apa
Tschechien hat bei der Fußball-WM in Nordamerika den ersten Sieg im Finish noch verspielt und muss um den Aufstieg ins Sechzehntelfinale zittern. Im Duell der zwei Auftaktverlierer der Gruppe A trennten sich Tschechien und Südafrika am Donnerstag in Atlanta 1:1 (0:0). Michal Sadilek brachte die Europäer früh in Führung (6.), ihre Passivität danach wurde aber bestraft. Teboho Mokoena gelang in der 83. Minute per Handelfmeter der Ausgleich.
Tschechiens Teamchef Miroslav Koubek brachte gegenüber dem 1:2 gegen Südkorea fünf neue Spieler. Die Umstellungen wirkten zunächst. Die Tschechen präsentierten sich verbessert, gingen mit viel Energie und zielstrebig in die Partie. Bereits nach 45 Sekunden fand Patrik Schick eine Riesenchance vor, sein Kopfball unbedrängt aus sieben Metern fiel aber kläglich aus. Die zweite Offensivaktion brachte Erfolg. Nach einem weiten Einwurf war die südafrikanische Abwehr komplett unsortiert, die gelungene Kombination der Tschechen schloss Sadilek erfolgreich ab.
Südafrika offensiv harmlos
Mit Fortdauer der Partie zogen sich die Tschechen zurück. Südafrika machte das Spiel und hatte gute Ansätze, im letzten Drittel aber keine tauglichen Mittel. Einen Patzer von Torhüter Matej Kovar konnte Thapelo Maseko nicht nutzen (45.+4). Auch in der zweiten Hälfte hatten die Tschechen gute Chancen auf einen perfekten Start, ein Schuss von Vladimir Darida wurde abgeblockt (46.), ein Kopfball von Schick fiel zu zentral aus (47.).
Spielbestimmend waren unverändert die Südafrikaner, die am Strafraum weiter ideenlos waren und es oft mit Schüssen aus der Distanz versuchten, die aber ihr Ziel meist sehr weit verfehlten. Per Elfmeter wendeten sie aber die Niederlage ab. Nachdem Pavel Sulc im Strafraum an der Hand getroffen worden war, erzielte Mokoena vom Punkt souverän den verdienten Ausgleich.
Im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen Südkorea wird der Torschütze nach seiner zweiten Gelben Karte jedoch fehlen. “In so einem Spiel ist es schwierig, seine Emotionen zu kontrollieren. Wir müssen das auf diesem Level noch lernen”, sagte Trainer Hugo Broos. “Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, abgesehen von einem Moment zu Beginn der ersten Hälfte, in dem wir nicht fokussiert waren.” Auch Tschechien steht mit nur einem Punkt da und deshalb gegen Co-Gastgeber Mexiko unter Siegzwang. “Wir sind von diesem Ergebnis enttäuscht, denn ich denke, wenn man sich die Chancen anschaut, waren wir dem Sieg näher”, sagte Koubek.
Schiedsrichterin Penso fehlerfrei
Eine fehlerlose und souveräne Leistung bot Tori Penso mit ihrem Team. Die 39-jährige US-Amerikanerin, die vor zwei Jahren das WM-Finale der Frauen gepfiffen hatte, ist die zweite Schiedsrichterin in der Geschichte, die ein Spiel der Männer-WM leitete. Vor vier Jahren in Katar war die Französin Stephanie Frappart bei der Begegnung Deutschland gegen Costa Rica im Einsatz.




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