Von: apa
Domen Prevc bleibt der Dominator im Skisprung-Weltcup. Der 26-jährige Slowene siegte am Sonntag auch im zweiten Springen von Sapporo und hat damit neun der 13 Einzelkonkurrenzen seit Anfang Dezember gewonnen. Der Kärntner Daniel Tschofenig landete hinter Lokalmatador und Olympiasieger Ryoyu Kobayashi auf Rang drei. Unmittelbar dahinter folgten seine ÖSV-Teamkollegen Manuel Fettner, nach dem ersten Durchgang noch Dritter, und Jan Hörl.
Tschofenig kehrte knapp zwei Wochen nach seinem Sieg in Bischofshofen auf das Podest zurück. Mit einem Satz auf 138,5 Meter, gemeinsam mit Kobayashi der weiteste im Bewerb, schob er sich im zweiten Sprung noch an Fettner vorbei. Am Ende fehlten dem 23-Jährigen 11,9 Punkte auf Prevc (137,5 und 136,5 m), der schon nach dem ersten Durchgang geführt hatte.
“Der erste Sprung ist schon ganz gut gewesen, im zweiten habe ich dann noch einen draufgelegt”, sagte Tschofenig, der von einem “sehr coolen Wochenende” sprach. “Wir dürfen zufrieden heimfliegen. Ich glaube, wir haben noch ein bisschen was an Potenzial übrig fürs nächste Wochenende.” Dann steht in Oberstdorf die Skiflug-WM auf dem Programm. Er freue sich auf die nächsten Tage und Wochen, sagte Tschofenig. “Da steht noch viel für uns an.”
Fettner erneut stark
Fettner verpasste zwar seinen zweiten Saisonpodestplatz nach Rang drei zuletzt in Zakopane, holte aber sein viertes Top-Ten-Ergebnis in Folge. Der 40-Jährige, der seine Karriere nach dieser Saison beenden wird, darf sich damit zusehends größere Olympia-Hoffnungen machen. “Vor allem der erste Sprung war wieder richtig gut”, meinte der Tiroler. Im zweiten Durchgang habe er zu viel attackiert. Ein Skifehler über dem Vorbau habe ihm einiges gekostet.
Mit seiner Sprungperformance, dem Setup und dem Verlauf des Wochenendes sei er “sehr zufrieden”, betonte Fettner. “Ein bisschen schade ist natürlich, zwei Podestplätze ein bisschen hergeschenkt zu haben.” Am Vortag war der Routinier von Zwischenrang fünf mit einem schwächeren zweiten Versuch auf Rang sieben zurückgefallen. Im zweiten Bewerb rundeten Maximilian Ortner mit seinem besten Saisonergebnis als Siebenter und Stephan Embacher als Achter das mannschaftlich starke ÖSV-Ergebnis ab. Jonas Schuster kam auf Rang 18.
Stefan Kraft wurde in der Qualifikation wegen eines aufgrund der Beinlänge um 5 mm nicht regelkonformen Anzuges disqualifiziert und durfte daher zum zweiten Springen nicht antreten. Am Vortag war der dreimalige Gesamtweltcupsieger Neunter geworden. Hörl schob sich als bester Österreicher im Weltcup auf Rang vier, Titelverteidiger Tschofenig ist in der Gesamtwertung Sechster. Nach der Skiflug-WM stehen für die Springer vor Olympia in Mailand/Cortina noch zwei Weltcupbewerbe in Willingen auf dem Programm.




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