Von: apa
Mit einem Angriff im langen Schlussanstieg hat sich Jonas Vingegaard am Sonntag nicht nur die 9. Etappe der Vuelta gesichert, sondern in der Gesamtwertung gehörig aufgeholt. Er verkürzte den Rückstand auf den norwegischen Leader Torstein Träen (Bahrain) von 2:33 Minuten auf 37 Sekunden. Und auch Felix Gall zeigte ein starkes Rennen: Auch er punktete im Schlussanstieg, wurde 1:02 Minuten hinter Vingegaard Vierter und verbesserte sich vom zehnten auf den fünften Gesamtrang.
Visma-Fahrer Vingegaard fuhr zehn Kilometer vor dem Ziel der über 195 km führenden Etappe von Alfaro nach Valdezcaray davon, und siegte am Ende vor seinen Verfolgern, dem Briten Thomas Pidcock (Q36,5) und dem Portugiesen Joao Almeida (UAE/je +0:24 Sek.) sowie Gall, der 44 Sekunden vor dem ersten Teil des aufgesplitteten Pelotons ins Ziel kam. Gall halbierte damit seine Platzierung und geht nun mit 2:14 Minuten Rückstand auf Träen auf dem fünften Zwischenrang in den Ruhetag.
Die 80. Vuelta endet zwar erst in zwei Wochen, dennoch darf Gall eine zufriedene Zwischenbilanz ziehen. Der diesjährige Fünfte der Tour de France liegt nun auch in seinem zweiten Grand-Tour-Rennen in den Top Five.
Gall “sehr zufrieden” mit seiner Form
“Ich glaube, fast jeder hat sich heute eine Fluchtgruppe erwartet. Es hat dann auch lange gedauert für die Gruppe, aber es war dann eben nur eine Fünf-Mann-Gruppe. Schlussendlich war es der wichtigste Tag für das Gesamtklassement. Habe ich mir so nicht erwartet, aber bin sehr zufrieden”, resümierte Gall, dem im Kampf um Platz zwei und drei etwas die Kraft gefehlt hat. “Mir hat nur das letzte bisschen gefehlt, um mit Almeida und Pidcock mitzufahren, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, wie es gelaufen ist und mit meiner Form.”
Gall freute sich auch über eine anspruchsvolle Etappe. “Sehr schön, dass wir jetzt einen sehr harten Tag gehabt haben mit Abständen im Klassement, die letzten Tage ist nicht so viel passiert. Gut zu wissen, wo man steht. Ich werde mit einem sehr guten Gefühl in den ersten Ruhetag gehen.”
Träen froh, dass er noch im Roten Trikot ist
“Es war wirklich hart, Jonas war so schnell, ich habe sehr gelitten und bin wirklich froh, dass ich noch im Roten Trikot bin”, meinte Noch-Leader und Außenseiter Träen, der seit der 6. Etappe führt. Doch bleibt Vingegaard fit, dann steht dem ersten Triumph des zweifachen Tour-de-France-Siegers bei der Vuelta wohl nichts im Weg. Für Vingegaard war es der 40. Profisieg.
“Ich habe mich total großartig gefühlt. Ich bin superglücklich”, sagte Vingegaard. Das Rote Trikot sei noch nicht sein Ziel gewesen. “Es ging nur darum, die Etappe zu gewinnen und etwas Zeit auf meine Gegner rauszuholen.” Almeida ist nun 1:15 Minuten zurück Gesamtdritter.
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