Südtirols Athletinnen und Athleten dominieren

Weltmeisterschaften im Sportrodeln in Obdach Winterleiten

Montag, 09. Februar 2026 | 20:12 Uhr

Von: ka

Obdach Winterleiten (AUT) – Am Wochenende war es wieder so weit: Für die Sportrodler fanden die 6. ISU-Weltmeisterschaften im Sportrodeln im steirischen Zirbenland statt. Südtirols Athletinnen und Athleten untermauerten einmal mehr ihre seit Jahren anhaltende Dominanz in diesem Sport. Für zwei Rodler aus Villnöß lief das Rennen besonders erfolgreich.

Silvia Runggatscher vom ASV Villnöss hatte am Wochenende viel Grund zur Freude. Die junge Rodlerin fuhr zu gleich zwei Titeln: Junjorenweltmeisterin und Weltmeisterin in der allgemeinen Klasse. Dabei hatte das Wochenende für sie nicht so leicht angefangen, denn zwei Rodlerinnen des ASC Olang zeigten ebenfalls gute Leistungen: Hannah Tschurtschenthaler und Greta Nocker. Nocker – ebenfalls Juniorin konnte ihre Trainingsleistungen am Wochenende das erste Mal in dieser Saison so wirklich im Rennen umsetzen und fuhr im ersten der 3 Läufe mit Bahnrekord Laufbestzeit. Nur ganz knapp hinter ihr landete Runggatscher auf dem 2. Zwischenrang. Auf Rang drei folgte Tschurtschenthaler, die aber ebenfalls keinen großen Zeitrückstand aufriss. Im zweiten Lauf dann war Silivia Runggatscher die Schnellste: sie unterbot den Bahnrekord von Nocker und setzte sich an die Spitze des Südtiroler Trios. Durch die engen Zeitabstände war alles angerichtet für einen packenden dritten Finallauf. Der Angriff von Tschurtschenthaler ließ nicht auf sich warten. Sie fuhr einen hervorragenden Lauf und stellte den dritten Bahnrekord einer Dame an diesem Wochenende auf. Nocker konnte mit der vorgelegten Zeit nicht mithalten. Fuhr aber sicher zur Bronzemedaille. Als Letze am Start ging dan Runggatscher ins Rennen. Der Vorsprung schmolz kontinuierlich bis zur Ziellinie. Letztendlich reichten aber die guten ersten beiden Läufe, um mit einem Vorsprung von drei Hundertstel Sekunden die Oberhand zu behalten.

Bei den Herren reicht ein Wort um das Rezept zum Titel zu beschreiben: Konstanz! Und diese legte Patrick Labmacher vom ASV Villnöss an den Tag. Mit guten Läufen in allen drei Durchgängen und routinierter Art und Weise schien es, trotz der Angriffe in Lauf zwei und drei vom zweitplatzierten Gräber Maximilian vom ASC Olang so, dass der Sieg nie wirklich in Gefahr war. Lambacher legte im ersten Lauf Laufbestzeit vor und konnte in den Läufen zwei und drei den Abstand auf Gräber unter einer Zehntel Sekunde halten. So waren es letztendlich 11 Hundertstel Sekunden, die er in Summe schneller als Gräber war. Auf Rang drei folgte wie auch bei den Damen ein weiterer Olanger. Preindl Maximilian, der Seriengewinner der letzten drei Weltmeisterschaften zeigte wieder, dass Rennen in drei Läufen sein Spezialgebiet sind. Er schaffte es sich nach Platz sieben nach Durchgang eins noch auf das Podest zu fahren.

Ebenfalls erfolgreich waren Südtirols Doppelsitzer Teams: sie konnten zwei Medaillen einfahren, und mussten nur das goldene Edelmetall an die Konkurrenz aus Österreich abtreten. Bucher Christian und Bucher Hanspeter vom CDR Hopfgarten im Brixental waren am Wochenende nicht zu schlagen. Zu harmonisch, zu genau, zu perfekt schienen sie an diesem Wochenende abgestimmt gewesen zu sein, als dass man sie hätte gefährden können. Das seit Jahren schon erfolgreiche Brüderpaar fuhr in beiden Läufen Laufbestzeit und ließen sich den Sieg nicht nehmen. Auf Rang zwei folgten Patrick Lambacher und Simon Schwienbacher für den ASV Villnöss und somit Italien und das Podest komplettierte mit Mair Tobias und Müller Tobias vom ASC Laugen-Tisens ebenfalls ein Duo aus Italien. Letztere hätten nach den starken Leistungen am ehesten eine Chance gehabt mit Bucher/Bucher mitzuhalten, begruben aber bereits im Lauf eins alle Hoffnungen durch eine zu riskante Fahrt, sodass sie sogar noch die Bronzemedaille mit einer hervorragenden zweiten Fahrt erkämpfen mussten.

Beim Teambewerb waren die Italiener nicht zu schlagen: Das Trio Italien 1 mit Lambacher Patrick, Gräber Maximilian und Tobias Müller waren die Topfavoriten und wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Auch ein grober Schnitzer von Gräber als Starter des Trios konnte den Sieg vor dem Team Österreich 1 nicht gefährden. Zumal Gräber auf Rückendeckung von seinen Teamkollegen erhielt, welche sehr starke Fahrten ablieferten. Das Podest komplettierten die Rodlerinnen und Rodler von Italien 2 mit Runggatscher Silvia, Hofer Aaron und Preindl Maximilian.

Junioren und Masterklassen

Bei den Junioren der Damen gewann Silvia Runggatscher vom ASV Villnöss vor Nocker Greta vom ASC Olang und Peccei Lara vom AMA Wengen/La Val. Ein rein Südtiroler Podest also. Das machten die Jungen Herren nach und holten sich ebenfalls den kompletten Medaillensatz. Runggatscher Peter vom ASV Villnöss gewann vor Alton Elias vom AMA Wengen/La Val und Pfattner Renè vom ASV Villanders.

Bei den Master Damen gewann die Slovenin Tolar Tina. Bei den Master Herren war Österreichs Altmeister Andreas Ehammer eine Klasse für sich. Er setzte sich vor den beiden Südtirolern Pircher Meinhard vom ASC Laugen-Tisens und Schölzhorn Florian vom ASV Jaufental durch.

Bezirk: Bozen

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