2:1 - Osmanski und Ticar schießen den HCP ins Finale!

Wölfe im Paradies

Dienstag, 07. April 2026 | 22:50 Uhr
Update

Von: ka

Bruneck – Die Finalpremiere der win2day ICE Hockey League ist komplett: Der HC Falkensteiner Pustertal feierte am Dienstag einen dramatischen 2:1-Erfolg nach Overtime. Rok Tičar erzielte in der Verlängerung nach 66 Sekunden den entscheidenden Treffer zum 4:1-Seriensieg für die Wölfe.

In der „Best-of-7“-Finalserie treffen die Südtiroler nun auf die Moser Medical Graz99ers. Spiel eins steigt am Mittwoch, dem 15. April, im Merkur Eisstadion. Eine Vorverlegung der Finalserie mit Beginn am kommenden Sonntag ist aufgrund behördlicher Vorgaben nicht möglich. Dabei würde es nämlich bei den vier potenziellen Heimspielen der 99ers zu Terminkollisionen mit parallel stattfindenden Begegnungen der Fußball-Bundesliga in Graz kommen. Aufgrund des fixierten Fußball‑Spielplans sehen sich die 99ers somit unverschuldet mit einer Hallen‑Nichtverfügbarkeit konfrontiert.

In einer weiteren extrem spannenden Halbfinalpartie ging es zum zweiten Mal in Folge in die Verlängerung – dieses Mal mit dem besseren Ende für Pustertal. Nach 66 Sekunden war es Rok Tičar, der die 3.104 Fans in der ausverkauften Intercable Arena in Ekstase versetzte und die Südtiroler in ihrer fünften Saison der Ligazugehörigkeit erstmals ins Finale schoss.

In der regulären Spielzeit prägten vor allem die Defensivreihen und Torhüter das Spielgeschehen. Erst in der 39. Minute wurde erstmals gejubelt, als Nicolai Meyer im Powerplay die Gäste in Führung brachte. Im Schlussabschnitt spielte jedoch fast nur noch Pustertal – am Ende standen 11:2 Torschüsse. In der 53. Minute fand schließlich ein Schuss von Austin Osmanski den Weg zum 1:1 ins Netz.

In der Folge hatten die Wölfe noch einige Chancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Knapp eine Minute vor Schluss verfehlte Cole Bardreau das leere Tor nur knapp. In der Overtime machte Pustertal dort weiter, wo sie in der regulären Spielzeit aufgehört hatten, und erzielte nach nur 66 Sekunden den entscheidenden Treffer.

Im Finale trifft Pustertal nun auf die Moser Medical Graz99ers, die ebenfalls erstmals im Finale stehen. Im Grunddurchgang entschieden die 99ers drei der vier Aufeinandertreffen für sich.

APA/APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHANN GRODER

Die Finaltermine im Überblick:

Mi, 15.04.26: Moser Medical Graz99ers – HC Falkensteiner Pustertal
Fr, 17.04.26: HC Falkensteiner Pustertal – Moser Medical Graz99ers
So, 19.04.26: Moser Medical Graz99ers – HC Falkensteiner Pustertal
Mi, 22.04.26: HC Falkensteiner Pustertal – Moser Medical Graz99ers
Fr, 24.04.2026: Moser Medical Graz99ers – HC Falkensteiner Pustertal*
So, 26.04.2026: HC Falkensteiner Pustertal – Moser Medical Graz99ers*
Mi, 29.04.2026: Moser Medical Graz99ers – HC Falkensteiner Pustertal*

*) falls notwendig

Nach der Overtime-Niederlage am Sonntag in Ljubljana steht für den HC Falkensteiner Pustertal Spiel 5 der Halbfinalserie in der heimischen Intercable Arena auf dem Programm. Coach Jaspers kann wieder aus dem Vollen schöpfen und lässt die Linien unverändert. Bei den Drachen kehrt Petan nach abgesessener Sperre als Center der zweiten Linie zurück, während Verteidiger McNeill weiterhin fehlt.

Von Beginn an entwickelt sich in der ausverkauften Arena ein schnelles und äußerst faires Spiel. Die Gäste kommen dabei zunächst besser in Fahrt: Kapel (2.) und Drozg (5.) finden erste gute Gelegenheiten vor. Auf Puschtra Seite kann Lobis einen Querpass von Frycklund nicht verwerten (6.), während Abschlüsse von Glira (8.) und Zanatta (11.) sichere Beute für Olimpija-Goalie Tokarski sind. Die größte Chance des ersten Drittels hat Mahkovec, der Osmanski an der blauen Linie den Puck abluchst und allein auf Pasquale zufährt – doch der HCP-Schlussmann bleibt Sieger (13.).

Diese Szene wirkt wie ein Weckruf für die Wölfe, die nun das Spielgeschehen immer stärker kontrollieren. Lauridsen prüft Tokarski bei einem Vorstoß mit einem Schlagschuss (15.), zwei Minuten später lenkt Almquist einen Pass von Saracino gefährlich ab; erneut rettet der Laibach-Goalie in höchster Not. Auch in der hektischen Schlussphase brennt es mehrfach lichterloh im Slot der Gäste, doch die Drachen werfen sich mit allem dazwischen, was sie haben.  Nach 20 Minuten bleibt es beim torlosen 0:0.

Das zweite Drittel startet schwungvoll und gleich mit guten Chancen. Schon nach wenigen Sekunden knallt ein Schlenzer von Almquist am Pfosten (21.), kurz darauf bricht Beričić allein durch, scheitert aber an Pasquale (23.). Die Wölfe kommen zu ihrem ersten Powerplay, können dieses jedoch in kein Tor ummünzen. Nun ist die Partie etwas zerfahren. Nach einem Querlattentreffer von Kirichenko (31.) hat Purdeller die große Gelegenheit zur Führung: Bei einem Schuss von Almquist steht die Nummer 34 am Rebound, verfehlt das Ziel aber (32.). Wenig später entwischt Mantinger in einem schnellen Konter (33.). Ein weiteres Überzahlspiel (35.) bleibt ebenfalls ungenutzt. Als die Wölfe kurz darauf in Unterzahl müssen (zwei Minuten gegen Osmanski), nutzen die Drachen ihre Chance: Meyer reagiert bei einem Rebound am schnellsten und schiebt zum 0:1-Führungstreffer ein (38.). Die Reaktion der Wölfe ist da, doch immer wieder fehlen die entscheidenden Zentimeter, und so geht es mit dem knappen Rückstand zum zweiten Pausentee.

Im Schlussabschnitt bleiben für eine Weile die großen Chancen aus. Kein  Team geht das ganz große Risiko. In der 52. Minute kommt dann Lipon zu einer ersten guten Möglichkeit. Und wenig später ist es so weit: nach einem Pass von Frycklund von hinter dem Tor zieht Osmanski im Slot ab und die Scheibe kullert unter Trokarski zum 1:1 in die Maschen! Dieser Ausgleichstreffer entfacht für eine bombenstarke Phase des HCP, Ljubljana kann sich minutenlang nur mit Müh und Not befreien. Leider schaffen es die Wölfe nicht, trotz viel Druck und guter Abschlüsse noch einmal nachzulegen. Vor allem in der 59. Spielminute hat das ganze Stadion den Torschrei bereits auf den Lippen, als Saracino mit einem Zuckerpass Bardreau bedient, die Nummer 10 aber den Puck am leeren Kasten vorbeisetzt. So geht es mit 1:1 in die Verlängerung.

Facebook/HC Pustertal

Und die Overtime dauert nur eine knappe Minute: denn dann schießt Zanatta an der blauen Linie und Ticar fälscht entscheidend ab – der Puck zappelt im Tor. 2:1 und der HC Pustertal steht im Finale der ICE Hockey League!

 

Bezirk: Pustertal

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