Bildungswissenschaftlicher Großkongress startet mit den Nachwuchsforschern

Ab heute wird es ernst mit ECER 2018

Montag, 03. September 2018 | 16:35 Uhr

Bozen – Heute ist Tag eins der europäischen Konferenz der Bildungswissenschaften. 500 Jungforscher sind für ECER angereist, ab morgen folgen die Professoren. Bis Freitag, 7. September werden insgesamt 2.900 Wissenschaftler aus rund 80 Ländern die Stadt Bozen bevölkern.

Seit heute tagt die Europäische Konferenz der Bildungswissenschaften ECER zum Thema „Inclusion and Exclusion, Resources for Educational Research?“ an der Freien Universität Bozen am Campus Bozen und in der unmittelbaren Umgebung.

Um 8 Uhr begann der Zustrom der 500 Forscherinnen und Forscher, die für zwei Tage intensiv bei ECER im Panel „Emerging researchers“ Forschungsergebnisse austauschen. Der erste Konferenztag startete für die Nachwuchsforscher um 9 Uhr mit der Emerging Researchers Conference, bei der diejenigen Stipendiaten ausgezeichnet wurden (siehe Foto anbei), die auf Einladung der Veranstalter nach Bozen kommen konnten. Dies unter dem Vorsitz von Saneeya Qureshi, die den Jungforschern vorsteht (ERG link convenor).

Der erste inhaltliche Block galt dem Thema: „Research that empowers: inclusive approaches“. Gemäß der Definition von Habermas „raising awareness und promoting justice“ sollen die Forschungsergebnisse nicht nur Politikern als Entscheidungsgrundlage dienen, sondern auch praktische Fortschritte ermöglichen, um Inklusion in der Gesellschaft zu verankern.

An dem von George Head (University of Glasgow) koordinierten Runden Tisch nahmen Brahm Norwich (University of Exeter), Annalisa Morganti (University of Perugia), Kyriaki Messiou (University of Southampton) sowie die beiden unibz-Professoren der Fakultät für Bildungswissenschaften, Dario Janes (Integrationspädagogik) und Michael Gaidoschik (Didaktik der Mathematik) teil. Norwich führte in das Thema ein, indem er über „Misslichkeiten und schwierige Entscheidungen in der pädagogischen Forschung“ sprach und darüber, wie sich Vielfalt in der Forschung widerspiegeln kann, indem die Beteiligung von Forschungsethikern gefördert wird.

In seinen anschließenden Ausführungen hob Morganti hervor, dass die pädagogische Forschung „die Qualitätskriterien, die Phasen der Studie und die angewandten Methoden klar definieren muss“, um eine Auswirkung zu ermöglichen. Schließlich gab Messiou konkrete praktische Beispiele für die Beteiligung von Schulgruppen an der Inklusionsforschung. Messious Ansatz zielt darauf ab, die Stimmen der Schüler als Ausgangspunkt für jede Studie über die Ursachen der Marginalisierung in den Schulen herauszuarbeiten.

Heute Nachmittag und morgen früh werden die Professorinnen und Professoren (rund 2.400 Personen) erwartet. Die offizielle Eröffnung, die morgen um 12 Uhr im Auditorium des Konzerthauses (ex Haydn) in der Dantestraße 15 in Bozen stattfindet, wird zeitgleich in die Aula Magna des Campus Bozen übertragen.

ECER 2018 wird durch die von EERA zur Verfügung gestellten Mittel und in Zusammenarbeit mit folgenden öffentlichen und privaten Partnern ermöglicht: Tourismusbüro Bozen, Stiftung Südtiroler Sparkasse, Südtiroler Sparkasse, Marlene (VOG), Forst, Eurac Research und Hochschule für Musik Konservatorium “Claudio Monteverdi” von Bozen.

Unter dieser Adresse können Sie das Programm der gesamten Veranstaltung einsehen und herunterladen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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