50.000 Segenskärtchen aus Bananenblättern

Am 22. Juli: Christophorus-Aktion für Fahrzeuge in Entwicklungshilfe und Mission

Mittwoch, 18. Juli 2018 | 17:50 Uhr

Bozen – Am Christophorus-Sonntag, dem 22. Juli, werden in den Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen wieder Spenden für Missionare und Entwicklungshelfer gesammelt, die für ihre Tätigkeit ein Fahrzeug benötigen. Als Dank für die Spende werden von südsudanesischen Flüchtlingsfrauen angefertigte Segenskärtchen verteilt.

Die Christophorus-Aktion wird von den Pfarreien in Zusammenarbeit mit „missio“, dem Amt für weltkirchliche Aufgaben der Diözese Bozen-Brixen, durchgeführt. Die Christophorus-Sammlung selbst wird gemeinsam mit der Katholischen Männerbewegung durchgeführt, die in den Pfarreien die Segenskärtchen verteilen. Mit dem Erlös aus der Spendensammlung beschafft „missio“ Fahrzeuge für die Mission und die Entwicklungszusammenarbeit in zahlreichen Ländern.

Seit 1965

Die Christophorus-Aktion wird in Südtirol seit 1965 durchgeführt. In den vergangen fünf Jahrzehnten ist die Aktion zu einem wesentlichen Bestandteil der Missionsarbeit geworden. Am Christophorus-Sonntag geht es jedoch nicht nur um das Einsammeln von Spenden, sondern auch um die Dankbarkeit für unfallfreies Fahren, die Solidarität mit den Missionaren, den Boten des Evangeliums, sowie um die Besinnung auf unsere moralische Verantwortung im Straßenverkehr.

2017 wurden 270.600 Euro gespendet

2017 konnte mit den Spenden, die sich auf etwa 270.600 Euro beliefen, 25 Autos, ein Motorrad, der Versand eines Containers mit landwirtschaftlichen Geräten und verschiedene Fahrzeugreparaturen finanziert werden.

30 Fahrzeuge benötigt

Heuer liegen bei „missio“ bereits etwa 30 Anfragen für Fahrzeuge vor. Die Autos und Motorräder werden für die soziale und pastorale Arbeit, für die medizinische Versorgung und für den Schülertransport gebraucht. Die Ansuchen kommen aus Indien, Indonesien, Pakistan, Ecuador, Tansania, Kongo, Kenya, Uganda, Kamerun und Süd-Sudan. „Der Missionar ist als Bote der guten Nachricht die erste Voraussetzung für die Evangelisierung. Aber wie sollen ein Priester oder eine Schwester ihren Aufgaben nachkommen, wie sollen Hilfsgüter an ihre Bestimmungsorte gelangen, wie ein Kranker ins nächste Spital, wie der Entwicklungshelfer an die Basis, wenn eine Pfarre so groß ist wie unser ganzes Land? Das Auto, das Motorrad, das Fahrrad, das Motorboot werden da zum unentbehrlichen Hilfsmittel für die Missionare“, erklärt Wolfgang Penn, der Leiter von „missio“ Bozen-Brixen.

50.000 Segenskärtchen aus Bananenblättern

Wie jedes Jahr werden auch 2018 wieder als Dank für die Spende handgefertigte Kunstwerke, heuer sind es Kärtchen aus Bananenblättern, verteilt. Die Idee dazu hat der Combonimissionar Erich Fischnaller, der bis 2017 13 Jahre im Südsudan tätig war, an „missio“-Leiter Wolfgang Penn herangetragen. 2017 ist im Südsudan wieder ein Bürgerkrieg ausgebrochen, der praktisch alle Menschen zur Flucht nach Norduganda nötigte. Bruder Erich folgte den Flüchtlingen und hilft jetzt im Flüchtlingslager im Norden Urgandas „seinen“ Leuten so gut er kann.

Ein großes Problem in den Lagern ist das Nichtstun. Bruder Erich hat sich mit den Frauen beraten und diese baten ihn darum, sie Kärtchen mit Bananenblättern gestalten zu lassen. Der Missionar fand die Idee gut und bat die Diözese Bozen-Brixen um Hilfe. „missio“ ließ daraufhin zusammen mit der Männerbewegung für die heurige Christophorus-Aktion 50.000 Kärtchen anfertigen. Ein Riesenauftrag für die Frauen in den Flüchtlingslagern. Sie sammelten Bananenblätter, ließen sie trocknen und stellten mit viel Fingerspitzengefühl diese kleinen Kunstwerke her, die am Christophorus-Sonntag als Segenskärtchen verteilt werden.

Christophorus-Aktion 2018 auf RAI Südtirol

RAI Südtirol zeigt am kommenden Freitag, 20. Juli 2018, nach der Tagesschau ab 20.20 Uhr eine Filmdokumentation über die Christophorus-Aktion 2018. Weitere Informationen gibt’s auf der Homepage der Diözese: www.bz-bx.net

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Am 22. Juli: Christophorus-Aktion für Fahrzeuge in Entwicklungshilfe und Mission"


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Norbi
Norbi
Superredner
1 Monat 2 Tage

und betteln gehen den letzten Cent von Personen holen die euch noch vertrauen das ist Christlich
https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gen_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche

Staenkerer
1 Monat 2 Tage

zommbetteln stott spenden = wosser predigen und wein trinkn!

Rechner
Rechner
Superredner
1 Monat 1 Tag

Wenn jemand aus Afrika flüchtet weil er kaum oder nichts zum Leben hat heißt es wir müssen vor Ort helfen.
Die was vor Ort sind und helfen werden dann noch verspottet wenn sie um Hilfe bitten.
Ihr seid ein armseliges Volk. Immer unzufrieden, immer auf der Suche nach einem Schuldigen. Statt mal nachzudenken wie ihr selbst lebt!

gapra
gapra
Superredner
1 Monat 1 Tag

@Rechner Dieser Kommentar hält all den scheinheiligen Nörglern und Besserwissern den Spiegel vor.Aber ob er sie zum Nachdenken anregt, wage ich zu bezweifeln.

der Rote Wichtel
1 Monat 1 Tag

Die Kurie erstickt in ihren Milliardenwerten an Grundstücken, Immobilien und Wertpapieren – und dennoch betteln sie alljährlich um Geld damit sie in allen Teilen der Welt ihren Machteinfluss ausbauen kann ! Wie schändlich!

thomas
thomas
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

schickt’s den Pope in die Mission. Lebenslang!

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