Rückblick, Dank und politischer Ausblick

Bezirkstag der Schützen im Unterland

Montag, 23. März 2026 | 11:36 Uhr

Von: mk

Auer – Am Samstag, den 21. März 2026 fand der Bezirkstag des Schützenbezirks Südtiroler Unterland in Auer statt. Nach der Aufstellung und Frontabschreitung am Hauptplatz wurde zur Pfarrkirche marschiert, wo die heilige Messe abgehalten wurde. Anschließend wurde am Pfarrplatz die Heldenehrung durchgeführt. Der 20-jährige Oberleutnant Heinrich Oberrauch legte in einer beeindruckenden Rede die Sichtweise der Jugend in dem gemeinsamen Streben nach Frieden und Freiheit dar und ehrte die Helden unserer Geschichte. Dass das Schützenwesen Zukunft habe, unterstreichen die sechs Neuaufnahmen, die die Schützenkompanie Auer zu verzeichnen habe.

Der Bezirkstag fand im Widum in Auer statt. Bezirksmajor Peter Frank begrüßte die anwesenden Marketenderinnen und Schützen sowie die Ehrengäste, darunter Landeskommandant Christoph Schmid, Ehrenmajor Hubert Straudi, Bürgermeister Martin Feichter, Gemeindereferent Roland Pichler, der Bezirksvorsitzenden des Volkstanzes, Patrick Pernstich sowie der Vertreter des Alpenvereins Unterland, Hermann Bertolin.

Im Jahresrückblick berichtete Peter Frank über ein bewegtes Schützenjahr. Einer der Höhepunkte war die Gedenkveranstaltung zu 80 Jahren Ende des Zweiten Weltkrieges, die im Mai an der Glener Brücke in Montan abgehalten wurde. Bei diesem Anlass wurde der Ruf nach Selbstbestimmung untermauert, der aktuell im politischen Tagesgeschehen kaum eine Rolle spielt. Ein weiterer Höhepunkt war der Österreichische Staatsfeiertag, der am 26. Oktober in der malerischen Kulisse der Neumarktner Lauben gefeiert wurde, um damit die Verbundenheit zur Republik Österreich zu zelebrieren. Wichtig für das Identitätsbewusstsein ist stets auch das Josef-Noldin-Gedenken in Salurn, bei welchem im Dezember 2025 Bezirksmajor Peter Frank als Gedenkredner mitwirkte.

Die Referenten, darunter für die Marketenderinnen Johanna Boscheri (SK Laag), für die Jugend Johannes Deluggi (SK Neumarkt), für das Schießwesen Matthäus Ranigler (SK Margreid), für das Exerzieren (SK Margreid) und für die Medien Michael Demanega (SK Salurn), berichteten über den Jahresverlauf.

Bezirksmajor Peter Frank referierte zur politischen Lage des Landes. Dabei ging er auf die skandalösen Reaktionen auf das Tirol-Bewusstsein ein, das der Schützenbund anlässlich der Olympischen Spiele kommunizierte, aber auch auf die groben Mängel im Bereich der deutschen Kindergärten und der deutschen Schulen. Letztendlich stellte Peter Frank klar, dass Autonomiereform und Ehrenamt belegen, dass die Südtirol-Autonomie an ihrem Endpunkt angelangt sei.

Bürgermeister Martin Feichter bedankte sich in seinen Grußworten für die Mithilfe des Bezirks Unterland im Widerstand gegen das geplante Schotterwerk in Auer. Landeskommandant Christoph Schmid bedankte sich für die Unterstützung durch das Unterland und skizzierte die Herausforderungen auf, die auf das Schützenwesen zukommen würden. Gerade in volkstumspolitischer sei es notwendig, dass der Schützenbund politischen Druck ausübe. Dies gelinge dadurch, dass Schützen in allen Bevölkerungsschichten vertreten seien. In diesem Sinne seien die kommenden 2 Jahre für den Lauf, den das Land politisch nimmt, entscheidend.

Bezirksmajor-Stellvertreter Peter Unterhauser bedankte sich bei Bezirksmajor Peter Frank für nunmehr 8 aufopferungsvolle Jahre an der Spitze des Bezirks. Der Bezirkstag endete mit der Tiroler Landeshymne und der Verköstigung durch die Schützenkompanie Auer.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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