Brixen startet Kulturentwicklungsprozess

Die Kulturszene in Brixen stärken

Donnerstag, 14. Dezember 2017 | 13:42 Uhr

Brixen – Mit dem Astra-Kino, dem Alten Bezirksgefängnis, der Musikschule, der Bibliothek und dem Hofburggarten werden in den kommenden Jahren neue Orte entstehen, in denen in Brixen Kultur stattfinden wird. Ab Jänner werden die lokalen Kulturmacher zum Mitdenken und Mitgestalten aufgefordert. Die Bischofsstadt will Entwicklungschancen und -strategien ausmachen und im Herbst 2018 einen Kulturentwicklungsplan präsentieren, der Maßnahmen für eine Zukunft als Kulturstadt enthält. Geleitet wird der Prozess von den Kulturexpertinnen Marion Piffer und Petra Paolazzi, initiiert hat ihn Stadträtin Monika Leitner.

Brixen ist als ehemalige Bischofsstadt seit alters her Kulturstadt und nach wie vor sehr emsig. Alleine das Vereinsverzeichnis der Gemeinde weist 66 aktive Kulturvereine auf. „Trotzdem: Die Ausgangslage heute ist eine andere als noch vor wenigen Jahren“, erklärt Kulturstadträtin Monika Leitner. „Wir müssen neue und entstehende Strukturen im Kulturbetrieb mitdenken. Zudem sind einige Konzepte, etwa das der Stadtgalerie, nach 10 Jahren sicherlich anzupassen. Daneben gibt es mehrere zurzeit laufende Prozesse, die optimal ineinandergreifen sollten, so etwa die Profilierung Brixens als Kulturstadt und die UNESCO-Weltkulturerbe-Bewerbung. Und es gibt sehr viele Synergien, die wir zurzeit nicht nutzen. In alle diese Fragen wollen wir die Kulturschaffenden als Hauptakteure direkt einbinden. Ziel ist es, die Kulturszene in Brixen insgesamt zu stärken.“

Der Masterplan der Gemeinde stellt die Grundlage für den Kulturentwicklungsprozess dar. Ziel ist es, Angebote und Akteure besser zu vernetzen, Chancen auszumachen und Grundlagen zu schaffen, um eine kulturell hochstehende und interessante Kulturstadt zu werden. Das Projekt wird in drei Schritten ablaufen. Zunächst wird die Kulturszene und die Kulturstadt in ihrer gesamten Bandbreite und Vielfalt erhoben. Nach der Erfassung der Ist-Situation will man gemeinsam mit den verschiedenen kulturell tätigen Akteuren in partizipativen Prozessen erarbeiten, welche Potentiale und Kernkompetenzen die Stadt im kulturellen Bereich hat und welche Rahmenbedingungen zur Stärkung der kulturellen Identität notwendig sind. Projektbeginn ist der kommende Jänner, im Herbst werden dann die Ergebnisse präsentiert. Sie stellen die Grundlagen dar für die künftigen Maßnahmen im Bereich Kultur.

Marion Piffer Damiani, Präsidentin des Stiftungsrates des Museion, wird den Prozess zusammen mit Petra Paolazzi leiten. „Piffer ist Brixnerin, in der lokalen und der Südtiroler Kulturszene anerkannt und verfügt über sehr gute internationale Kontakte. Mit ihr konnten wir die ideale Besetzung für diesen Prozess gewinnen“, so Leitner. Der Prozess wird unterstützt vom Landesamt für deutsche Kultur.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal