Wanderausstellung

Euregio-Baukulturpreis: Siegerprojekte ziehen durch Südtirol

Mittwoch, 29. April 2026 | 15:38 Uhr

Von: mk

Bozen – Drei Bauprojekte aus drei Ländern, ein gemeinsames Thema: Dort ansetzen und weiterbauen, wo es bereits bestehende Gebäude und Objekte gibt. Das ist der Inhalt der am Mittwoch, 29. April in Bozen eröffneten “Wanderausstellung 2026 – Baukultur in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino”, die bis Jahresende bei allen Südtiroler Bezirksgemeinschaften zu sehen sein wird.

Die Ausstellung zeigt die drei Siegerprojekte des 2025 erstmals vergebenen Euregio-Baukulturpreises: ein historisches Kloster in Imst, eine Tischlerei in Percha (Südtirol) und ein Sozialwohnungsquartier in Trient (Trentino). Ebenso zu sehen ist das Projekt, das den Publikumspreis gewonnen hat, sowie ein Überblick über alle eingereichten Projekte.

Der Südtiroler Landesrat für Bauten, Christian Bianchi – bei der Eröffnung durch Ressortdirektor Daniel Bedin vertreten – erklärt: “Die Projekte der drei Gewinner zeigen, wie unterschiedlich, aber wirkungsvoll Baukultur im Bestand gelebt werden kann. Es ist damit in allen drei Euregio-Ländern gelungen, jene Architektur in den Fokus zu rücken, die nicht auf Neubau, sondern auf Transformation setzt.”

Die Intention des Tiroler Alt-Landeshauptmanns und Stifter des Preises, Wendelin Weingartner, war es, “anhand von herausragenden Bauprojekten beispielhaft zu zeigen, wie behutsamer Umgang mit Gebäuden und ihrer Umgebung die Umwelt, Lebensqualität und Identität positiv prägen kann.”

Baukultur zu den Menschen bringen

Die Ausstellung wurde von der Abteilung Bodenordnung des Landes Tirol und vom Kuratorium Technische Kulturgüter gestaltet. Dessen Direktorin Wittfrieda Mitterer betonte, dass sich die Ausstellung an die breite Öffentlichkeit richtet: “Damit bringen wir den Sinn für Baukultur direkt zu den Menschen. Wir laden nicht nur dazu ein, sich über Baukultur zu informieren, sondern über den eigenen Lebensraum und dessen Gestaltung nachzudenken und eventuell Inspiration für eigene Vorhaben zu holen.”

Baukultur in Tirol, Südtirol und Trentino sei sehr vielfältig, waren sich Fabio Campolongo vom Trentiner Landesdenkmalamt, Diana Ortner von der Tiroler Abteilung Bodenordnung und Dorferneuerung und der Südtiroler Vertreter im Euregio-Generalsekretariat, Dominik Holzer einig. Wichtig sei das Bewusstsein, in der alpinen Landschaft, also einer sensiblen Umgebung zu bauen. Man sehe, dass die Sensibilität dafür bereits sehr in der Gesellschaft verankert sei. Immerhin haben bereits beim ersten Wettbewerb knapp 60 Architekturschaffende ihre Projekte zum Thema “Weiterbauen in Bestand und Umgebung” eingereicht.

Bezirk: Bozen

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