Von: mk
Bozen – Die Föderation der Katholischen Familienverbände Europas (FAFCE) entstand aus der Zusammenarbeit katholischer Familienverbände nach dem Fall der Berliner Mauer. Heute vertritt sie 33 Organisationen aus 20 europäischen Ländern. Der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) zählt zu den Gründungsmitgliedern und war maßgeblich am Aufbau der Föderation beteiligt. Vergangene Woche lud der KFS Vertreterinnen und Vertreter katholischer Familienverbände aus über 30 europäischen Ländern zum FAFCE-Frühjahrstreffen nach Südtirol ein. Im Mittelpunkt standen familienpolitische Fragen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Zukunft der Familien in Europa.
Beim FAFCE-Boardmeeting, das zweimal jährlich in einem Mitgliedsland stattfindet und nun bereits zum zweiten Mal in Südtirol abgehalten wurde, wurden die vielen grenzüberschreitenden Parallelen deutlich: Familien stehen europaweit vor ähnlichen Herausforderungen – unabhängig von Sprache, Kultur oder politischen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig waren eine große Solidarität und Hoffnung spürbar. Menschen aus ganz Europa setzen sich mit Überzeugung und Herzblut dafür ein, Familien zu stärken und ihnen eine Stimme zu geben.
„Mich hat besonders berührt, wie klar immer wieder zum Ausdruck kam, welche zentrale Rolle Familien für unsere Gesellschaft spielen,“ resümiert KFS-Präsidentin Sieglinde Aberham, „Familie ist weit mehr als ein privater Lebensraum. Sie ist der Ort, an dem Zusammenhalt, Verantwortung und Menschlichkeit gelebt werden“. Beim Treffen wurde aber auch deutlich, dass diese Rolle – besonders auf politischer Ebene – oft noch zu wenig wahrgenommen wird. „Familien brauchen Unterstützung. Aber Familien sind nicht nur Empfänger von Unterstützung, sie tragen unsere Gesellschaft jeden Tag mit“, so die KFS-Präsidentin.
Dies zeigte sich auch bei der hochrangig besetzten familienpolitischen Podiumsdiskussion, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und europäischen Institutionen zentrale Herausforderungen der Familienpolitik diskutierten. „Wir müssen wieder mehr Lust auf Familie machen. Familie ist nicht Problem, sondern Lösung. Familie ist nicht ein Kostenpunkt, sondern eine Investition für die Zukunft. “, betonte KFS-Geschäftsleiterin Samantha Endrizzi. „Solche Begegnungen sind für unsere Arbeit im Sinne der Familien wertvoll und machen Mut. Sie zeigen, dass wir mit unseren Anliegen nicht allein sind. Viele Menschen in Europa teilen dieselbe Überzeugung: Eine Gesellschaft, die Familien stärkt, investiert in ihre eigene Zukunft“ (Aberham) und FAFCE-Präsident Vincenzo Bassi brachte es abschließend auf den Punkt: „Familie ist die Lösung!“




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen