In der Festung Franzensfeste

Fort Biennale_02: Kunst als Brücke

Freitag, 12. Juni 2026 | 17:12 Uhr

Von: mk

Franzensfeste – Rund 20 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland setzen bei der zweiten Ausgabe der Kunstausstellung Fort Biennale „Reclaiming Collective“ in der Festung Franzensfeste die Themen Begegnung und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Präsentiert wird die Ausstellung heute bei einer Pressekonferenz und am morgigen Samstag, 13. Juni ab 11.00 Uhr für die Öffentlichkeit.

Begegnung, Teilhabe und neue Formen des Miteinanders stehen im Mittelpunkt der zweiten Ausgabe der Fort Biennale im Südtiroler Landesmuseum Festung Franzensfeste. Die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst steht in diesem Jahr unter dem Titel „Reclaiming Collective“ und ist bis 8. November 2026 zu sehen.

Nach der ersten Ausgabe im Jahr 2024 widmet sich die Kunstbiennale erneut einem Thema, das eng mit der Vergangenheit und Zukunft der Festung verbunden ist. Kuratiert wird die Ausstellung von Hannes Egger, Andrea Lerda und Veronika Vascotto.

Die Fort Biennale versteht sich als mehr als eine klassische Kunstausstellung: Sie ist als kreatives, interaktives und offenes Format konzipiert, das Besucherinnen und Besucher aktiv einbezieht und Räume für Austausch, gemeinsames Erleben und kollektive Vorstellungskraft schafft. Im Zentrum stehen künstlerische Positionen, die neue Formen des Zusammenlebens erproben und Fragen nach Gemeinschaft, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung aufwerfen.

Die historische Festungsanlage bildet dabei eine außergewöhnliche Kulisse. Zwischen den militärischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entsteht ein Ort des Dialogs. Die Biennale reagiert auf aktuelle globale Entwicklungen, von Kriegen und autoritären Tendenzen über die Klimakrise bis hin zu gesellschaftlicher Entfremdung und den Auswirkungen der Digitalisierung. Ihre zentrale Botschaft: Eine gerechtere, solidarischere und nachhaltigere Form des Zusammenlebens ist nicht nur denkbar, sondern vielerorts bereits Realität.

Rund 20 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland (mit besonderem Fokus auf die kreative Szene der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino) präsentieren ihre Arbeiten entlang eines vierteiligen Ausstellungsparcours: Think, Play, Dance und Act: Der Bereich Think eröffnet eine utopische Reise in mögliche Gesellschaftsmodelle der Zukunft und lädt dazu ein, bestehende Denkmuster zu hinterfragen. Play versteht sich als interaktiver Erfahrungsraum, in dem Kooperation, Empathie und Gemeinschaft praktisch erprobt werden können. Dance untersucht Musik und Tanz als Formen sozialer Verbindung und kultureller Zugehörigkeit und macht die Vielfalt Südtiroler Gemeinschaften hör- und erlebbar. Act schließlich richtet den Blick auf konkrete Beispiele kollektiven Handelns und präsentiert die Arbeit des Alpine Changemaker Network, eines grenzüberschreitenden Zusammenschlusses von Kultur- und Sozialinitiativen im Alpenraum.

Mit „Reclaiming Collective“ lädt die Fort Biennale dazu ein, Trennendes zu überwinden und neue Perspektiven auf Gemeinschaft zu entwickeln. Die Ausstellung versteht sich als Raum kollektiver Imagination, in dem Zuhören, Empathie und gegenseitige Unterstützung als Grundlagen einer zukunftsfähigen Gesellschaft erprobt werden können.

Die Künstlerinnen und Künstler

Bea Bonafini, Barbara Gamper, Hannes Egger, Michael Fliri, Ingrid Hora, Rosmarie Lukasser, Rebecca Moccia, Museo Wunderkammer, Josèfa Ntjam, Dan Perjovschi, Micaela Piñero, Micol Roubini, Marinella Senatore, Karin Schmuck, Tobias Tavella, Flaminia Veronesi, Maël Veisse, Maria Walcher und Mali Weil. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Musikerinnen, Musiker und Musikgruppen, deren Beiträge insbesondere im Ausstellungsbereich „Dance“ eine zentrale Rolle spielen.

Bezirk: Wipptal

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen