Eröffnung am 29. September

Große Pilzausstellung im Naturmuseum

Freitag, 23. September 2016 | 12:47 Uhr

Bozen – Über 600 essbare, nicht essbare, giftige und gar tödliche Pilzarten sind heuer wieder bei der Ausstellung „Die Pilze Südtirols“ im Naturmuseum zu sehen.

Jedes Jahr im September machen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Bozen des Mykologischen Vereins „Bresadola“ in den Wäldern Südtirols – die europaweit pilzreichsten – auf die Suche nach möglichst vielen unterschiedlichen Pilzen. Auch heuer ist es wieder soweit: Die dabei gefundenen Exemplare – meist zwischen 600 und 700 Arten – werden dann in der 52. Ausgabe der Sonderausstellung „Die Pilze Südtirols“ im Naturmuseum Südtirol gezeigt. Die  Experten sammeln auch während der Ausstellung und bestücken diese täglich mit frischen Pilzen.

Zu sehen sind essbare, nicht essbare und giftige Pilzarten – davon gibt es in Südtirol rund 50 – darunter auch tödliche und immer wieder auch einige Seltenheiten. An Duftstationen kann an den Pilzen auch gerochen werden, dabei reicht die Skala von angenehmen Düften (Kokosnuss, Vanille, Seife…) bis hin zu lästigem Gestank. Erklärt werden anhand praktischer Beispiele die wichtigsten Lebensstrategien von Waldpilzen, wie etwa die Symbiose zwischen einem Pilz und einer Baumwurzel (beide geben und nehmen), das Leben eines Pilzes auf abgestorbenem organischem Material oder das Parasitenleben eines Pilzes auf lebenden Pflanzen (Pilz lebt auf Kosten der Wirtspflanze).

Mit der Ausstellung soll die große Bedeutung der Pilze für die Existenz der Wälder aufgezeigt werden: Einerseits räumen sie den Wald auf – ohne viele dieser Arten würde er irgendwann im abgestorbenen organischen Material ersticken, anderseits sorgen manche Pilze durch die Wurzelsymbiosen dafür, dass bestimmte Bäume manche Lebensräume überhaupt erst besiedeln können, diese widerstandsfähiger und gesünder sind als ohne Pilzsymbiose, da die Nährstoff- und Wasserversorgung deutlich verbessert wird.

Die Ausstellung wird vom Naturmuseum in Zusammenarbeit mit der Bozner Ortsgruppe des Vereins „Bresadola“ organisiert und am Donnerstag, 29. September, um 18.00 Uhr eröffnet. Für Besucher offen ist sie am Freitag, 30. September (10.00 bis 0.00 Uhr), am Samstag, 1. und Sonntag, 2. Oktober (10.00 bis 19.30 Uhr) und am Montag, 3. Oktober (10.00 bis 13.00 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 30. September, und am Montag, 3. Oktober, finden zwischen 8:30 und 12:30 Uhr zudem einstündige kostenlose Führungen in deutscher und italienischer Sprache für Schulklassen statt. Eine Anmeldung dafür ist erforderlich, und zwar unter Tel. 0471 412975.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Pilze Südtirols“ am Donnerstag, 29. September, um 18.00 Uhr im Naturmuseum Südtirol in Bozen werden der Direktor des Naturmuseum Südtirol, Vito Zingerle, die Kuratorin Petra Mair, der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Naturmuseums Roland Psenner sowie Renato Bonsignori und Francesco Bellù, jeweils Präsident und Referent der wissenschaftlichen Tätigkeiten der Ortsgruppe Bozen des Mykologischen Vereins mit dabei sein.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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