Rittner Bildungszentrum will sich noch stärker um Kinder und Familien kümmern

Haus der Familie am Ritten beeindruckt mit Zielen und Zahlen

Samstag, 07. April 2018 | 21:49 Uhr

Oberbozen/Ritten – Das Rittner Bildungszentrum Haus der Familie will sich noch stärker um die Sorgen und Bedürfnisse der in Südtirol lebenden Kinder und Familien kümmern. Das hat die Vollversammlung des Vereins am Samstag, 7. Mai mittels Statutenänderung ausgedrückt. 31 Vereinsmitglieder folgten den Berichten des Präsidenten Heiner Oberrauch und des Direktors Elmar Vigl. Beide haben 2017 ihre Tätigkeit neu aufgenommen: Mit 571 Bildungsveranstaltungen hat das Haus der Familie im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent erreicht. Heuer will sich das Bildungszentrum bei der Aktion „MutterNacht“ Eltern widmen, die ein Kind verloren haben, außerdem mit verschiedenen Weiterbildungen die Medienkompetenz von Kindern stärken und Anfang September bei einem dreitätigen Familienfestival mit internationalen Gästen Raum für Begegnung, Erholung und Diskussion für Familien bieten.

Beeindruckende Zahlen verzeichnete das Rittner Bildungszentrum im Jahr 2017: 14.000 TeilnehmerInnen bei Kursen, Tagungen, Seminaren und Sommerwochen, 37.000 Teilnehmertage (+ 4.000 im Vergleich zu 2016), 25.000 Nächtigungen (+ 1.000), 80.000 ausgegebene Essen (+ 3.000). Inhaltlich am meisten gefragt waren Angebote zu den Themen Familie, Erziehung und Paarbeziehung.

Das vergangene Jahr war im Haus der Familie ein Jahr des Neubeginns und der Neugestaltung: Im Jänner 2017 nahm Elmar Vigl seine Tätigkeit als neuer Direktor auf, bei der Vollversammlung im April wurde Heiner Oberrauch als Präsident des Vereins neu gewählt und ein Teil des Vorstandes wurde erneuert, Anfang Juli weihte Bischof Ivo Muser die gänzlich sanierte Kirche ein. Im Frühsommer wurde der Speisesaal umgebaut und die Bar zu einer Lounge umgestaltet. Die Bäder im Haupthaus wurden neu ausgestattet.

Haus der Familie

Das Rittner Bildungszentrum ist auf kommende Herausforderungen vorbereitet. Obwohl Pessimisten aufgrund steigender Trennungszahlen von Paaren, sinkender Geburtenraten und zunehmender Patchworkfamilien den Niedergang der Familie beklagen: Die Realität zeigt, dass Familie in Südtirol lebendiger ist denn je. Die emotionalen Bindungen zwischen den Generationen seien stark, erklärt Direktor Elmar Vigl. Mütter und Väter würden alles tun, um ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen. Allerdings bräuchten Familien Unterstützung, weil auch der gesellschaftliche Druck wächst.

Der Verein Haus der Familie hat in seinen überarbeiteten Statuten die Unterstützung aller Familienformen explizit hervorgehoben: Es sei weiterhin notwendig, intakte Familien zu stärken, erklärte dazu Heiner Oberrauch: „Es ist uns aber wichtig, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien in Südtirol zu erkennen und unsere Angebote danach auszurichten“, erklärte der Präsident bei der Vollversammlung. Hilfe bräuchten alle Familien – in welcher Rechtsform sie auch zusammenlebten. Heiner Oberrauch bedankte sich unter anderem beim diözesanen Familienseelsorger Toni Fiung, der als geistlicher Rektor im Bildungszentrum tätig ist und dank seiner Erfahrung als Priester und Paarberater Familien in schwierigen Situationen kompetent begleite.

In Kürze steht die Aktion „MutterNacht“ an: Mittels Fachtagung am 11. Mai am Ritten und offener Veranstaltung für Interessierte am 12. Mai in Bozen will das Haus der Familie das schwierige Thema verwaister Eltern beleuchten. Bei verschiedenen Seminaren will das Rittner Bildungszentrum die Medienkompetenz von Eltern und Kindern stärken, mit konkreten Angeboten die Gesundheit der Familien und ihren nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Ressourcen der Erde fördern. Bei einem dreitägigen Familienfestival mit internationalen Künstlern und Referentinnen bietet das Bildungszentrum vom 31. August bis 2. September in seinen Häusern, auf den umgebenden Wiesen und Wäldern Raum für Unterhaltung, Spaß und Diskussion für hunderte Südtiroler Familien. Das Zusammenleben der Kulturen in unserem Land soll in künftigen Angeboten noch stärker berücksichtigt werden.

23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen im Haus der Familie für die hauseigenen Bildungsangebote und Gastveranstaltungen, für die Versorgung und Unterbringung der Gäste, für die Pflege des Hauses und der Außenanlagen. Ein ehrenamtlicher Vorstand von fünf Personen unterstützt die Direktion und gibt die langfristige Richtung vor.

Von: ka

Bezirk: Salten/Schlern

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