Von: luk
Bozen/Paris – In Paris ist am Neujahrstag nach fünf Tagen das 48. europäische Jugendtreffen der Taizé-Gemeinschaft zu Ende gegangen. Unter den rund 15.000 Besuchern und Besucherinnen aus den unterschiedlichsten Ländern waren auch 18 Jugendliche aus Südtirol dabei.
Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr bietet die „Communauté de Taizé“ zusammen mit örtlichen Kirchengemeinden ein Jugendtreffen in einer europäischen Großstadt an. Das Spezielle an Taizé ist, dass alle willkommen sind und diese Treffen für alle offen sind, egal ob jemand tief gläubig ist oder den Glauben für sich erst entdecken muss.
Los ging es am 27. Dezember mit dem Startgebet in Bozen und der anschließenden Busfahrt nach Frankreich. Während des Treffens waren die Südtiroler Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Umgebung der Stadt bei Gastfamilien untergebracht. Das heurige Treffen stand ganz unter dem Zeichen von Gastfreundschaft und Friede. „Ihr alle wurdet von Familien in einer der Gastgemeinden aufgenommen. Diese Gastfreundschaft ist ein starkes Zeichen, das direkt aus dem Herzen des Evangeliums kommt: Einfache und bedingungslose Gastfreundschaft zu üben und zu empfangen ist der Widerschein der Liebe Gottes. Es ist eine Freude, zusammenzukommen und sich wie zu Hause zu fühlen“, betonte Frère Matthew in einer der täglichen Meditationen.
Gerade die Gastfreundschaft hat den Teilnehmer Kassian Andergassen beeindruckt: „Mir hat das Jugendtreffen sehr gut gefallen. Besonders in Erinnerung wird mir dieses Mal die Gastfamilie bleiben. Ihr Ursprung aus dem Kongo machte sich beispielsweise beim Neujahrsessen bemerkbar, das aus Spezialitäten aus ihrem Land bestand. Es schmeckte sehr lecker, und wir bekamen von ihnen Spezialitäten für zu Hause geschenkt.“
Unter den vielen Teilnehmenden waren auch 1000 Jugendliche aus der Ukraine. Gemeinsam wurde für Frieden in der Welt gebetet. „Die Gebete mit Tausenden jungen Menschen haben mich bestärkt, weiterhin auf Frieden zu hoffen. Wir sind nicht alleine, die für Frieden beten“, erzählt Hannah Greco, eine der Südtiroler Teilnehmerinnen.
Für die Jugendlichen waren es bereichernde Tage mit vielen tollen Gesprächen und Begegnungen.
„Es ist schön, dass wir den Südtiroler Jugendlichen die Möglichkeit bieten konnten mit anderen Jugendlichen aus vielen Nationen zusammenzukommen und ihren Glauben gemeinsam zu feiern. Ich war selbst auch schon bei solchen Treffen dabei und konnte Menschen kennenlernen und Freundschaften knüpfen. Dieses Gefühl von Gemeinschaft, Respekt und Frieden sowie diese Offenheit, haben mich sehr beeindruckt“, betont Elisa Plaikner, 2. Landesleiterin von Südtirols Katholischer Jugend.
Die Freizeit wurde auch dafür genutzt, gemeinsam die Hauptstadt Frankreichs zu erkunden.
Ort für das nächste Treffen: Lodz in Polen
Das nächste europäische Taizé-Jugendtreffen soll vom 28. Dezember 2026 bis zum 1. Januar 2027 im polnischen Lodz stattfinden. Dies teilte die ökumenische Gemeinschaft am Dienstagabend in Paris mit. Lodz sei „eine Stadt, die von vier Kulturen und vier Traditionen geprägt ist: der katholischen, der protestantischen, der orthodoxen und der jüdischen“, teilte die Taizé-Gemeinschaft mit. Die Einwohner von Lodz lebten Ökumene in ihrem Alltag und bauten ihre Gastfreundschaft und Offenheit auf Einheit in Vielfalt und auf Dialog auf. Südtirols Katholische Jugend wird auch dort wieder mit dabei sein.
Bis dahin sind Interessierte ab 15 Jahren eingeladen, mit Südtirols Katholischer Jugend am Taizé-Treffen über Ostern in Frankreich teilzunehmen.




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