Maßnahme richtet sich vor allem an junge Forschende

Land fördert kurze Forschungsaufenthalte

Freitag, 08. Mai 2026 | 16:09 Uhr

Von: mk

Bozen – Derzeit läuft die Ausschreibung für Forscherinnen und Forscher, die einen längeren Arbeitsaufenthalt (mindestens sechs, maximal 24 Monate) außerhalb der Euregio planen oder die durch ein anderes Mobilitätsprogramm in den vergangenen Jahren aus dem Ausland nach Südtirol gekommen sind und nun ein Folgeprojekt in Südtirol umsetzen wollen.

Am 8. Mai hat sich die Landesregierung auf Antrag von Forschungslandesrat Philipp Achammer nun auch mit den Richtlinien zur Förderung von kurzen internationalen Mobilitätsperioden von Forscherinnen und Forscher befasst. “Das Sammeln von Arbeitserfahrungen im Ausland oder in einer anderen Region ist immer eine Bereicherung: persönlich, aber auch für die Forschungslandschaft als Ganze. Dadurch gewinnt unser relativ kleiner Forschungsstandort an Netzwerk, Austausch und damit Bedeutung”, ist Landesrat Achammer überzeugt.

Gefördert werden vom Land Südtirol Forschungsaufenthalte von mindestens 14 Tagen bis zu fünf Monaten. Diese sollen vor allem dazu dienen, sich für bereits laufende Forschungsprojekte eine zusätzliche Expertise in einer Forschungseinrichtung außerhalb Südtirols einholen zu können. Anträge dafür müssen spätestens 60 Tage (für Aufenthalte von 14 bis 28 Tagen) oder 120 Tage (für Aufenthalte ab 29 Tagen) vor Abreisedatum eingereicht werden. Mit der Maßnahme sollen gezielt Forscherinnen und Forscher in ihrer frühen Karrierephase unterstützt werden, um damit das Netzwerk weiter spannen zu können. Anspruchsberechtigt sind damit Forschende, die seit höchstens 15 Jahren im Besitz eines Doktorgrades (PhD) oder eines gleichwertigen Studienabschlusses sind oder eine maximal 19-jährige Forschungserfahrung nachweisen. Angepasst wurden auch die Quoten für Verpflegung, Unterkunft und Reisekosten wobei bei letzterem vor allem auch Nachhaltigkeitsaspekte stärker berücksichtigt werden. Um diese Unterstützungsleistung angesucht werden kann von Forscherinnen und Forschern im Amt für Wissenschaft und Forschung maximal einmal im Jahr.

Bezirk: Bozen

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