Von: mk
Salurn – An diesem Samstag ist es wieder so weit: Perkeos Maschggra Umzug macht ab 13.00 Uhr das Dorf Salurn wieder unsicher – ein besonderes Highlight in der Faschingszeit. Die legendäre Fastnachtstradition mit historischem Hintergrund findet immerhin nur alle zwei Jahr statt.
Bereits Anfang Jänner fiel im Südtiroler Unterland der Startschuss: In Salurn wurde Maschgra offiziell ausgerufen. Auch Auer hat die närrische Zeit mit einem stimmungsvollen Fest eröffnet, während in Kurtatsch die Schnappviecher wieder regelmäßig unterwegs sind.
Laut, bunt, traditionsreich und voller Leben wird hier der Fasching gefeiert. In geraden Jahren übergibt der Bürgermeister im südlichsten Dorf von Südtirol dem Zwerg Perkeo drei Tage lang die Schlüssel des Rathauses und somit die Herrschaft über das Dorf. Am Faschingsdienstag werden die Schlüssel wieder zurückgegeben.
Die Figur geht auf eine reale Gestalt im 18. Jahrhundert zurück. „Perché no“ (zu Deutsch: Wieso nicht), sagte einst der kleinwüchsige, trinkfeste Salurner Giovanni Clementi wiederholt zu einem Glas Wein und wurde seitdem nur noch „Perkeo“ genannt. Damit wurde er zur Hauptfigur des Salurner Faschings, der mit seinem Gefolge in der närrischen Zeit das Regiment übernimmt.
Der Verein „Perkeos Maschggra“ kümmert sich um die Organisation des Ereignisses. Beim Umzug selbst helfen dann viele mit: Freundesgruppen und Vereine bauen einen Wagen bauen und einen Berufsstand oder verkörpern eine soziale Gruppe, wie es der Brauch verlangt. Insgesamt arbeiten in der Regel rund 400 Personen daran, dass aus Perkeos Rückkehr nach Salurn ein großes Fest wird.




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