ASTAT-Erhebung zu Radio- und Fernsehgewohnheiten 2017

Studie: Südtiroler hören weniger Radio

Donnerstag, 05. April 2018 | 12:04 Uhr

Bozen – Die Südtiroler sehen nach wie vor fern, hören weniger Radio und nutzen zunehmend neue Technologien. Das ist der jüngsten ASTAT-Erhebung zu entnehmen.

Wer sieht wann fern? Wer hört wie lange Radio? Welche Sendungen sind beliebt? In welchen Sprachen und in welcher Form wird ferngesehen und Radio gehört? Diesen Fragen ist das Landesstatistikinstitut ASTAT nachgegangen, das die Radio- und Fernsehgewohnheiten in Südtirol in der Zeit von Oktober 2017 bis Februar 2018 erhoben mit Blick auf die lokalen Medien erhoben und heute (5. April) veröffentlicht hat. Zudem stellte ASTAT-Direktor Timon Gärtner die Ergebnisse der Stichprobenerhebung heute im Landhaus 1 in Bozen den Vertretern der Medienhäuser vor.

Nahezu unverändert gegenüber der Vorgängerstudie von 2012 bleiben demnach die Fernsehgewohnheiten der Südtiroler, während der Radiokonsum leicht abnimmt. So gaben fast 70 Prozent der knapp 3000 befragten Personen über 14 Jahren an, täglich fernzusehen, während “nur” 60,6 Prozent täglich Radio hören. Niemals vor den Fernseher setzen sich fünf Prozent, während 15 Prozent niemals Radio hören.

Während im Fernsehen die Nachrichten (76,1%) die beliebteste Sendung sind gefolgt von Spielfilmen, so liegt beim Radio die Musik an erster Stelle vor den Nachrichten. Zählt man alle Musikgattungen zusammen, so schalten fünf von sechs Hörern (83,6%) Musikprogramme an. Die Nachrichten liegen bei 62 Prozent. Die Fernseh-Einschaltquoten sind abends zwischen 20 und 21 Uhr mit 230.000 am höchsten, während die Radiospitzenwerte morgens zwischen 7 und 8 Uhr erreicht werden (120.000). Südtiroler und Südtirolerinnen verfolgen Fernseh- und Radiosendungen vorwiegend in ihrer Muttersprache. Unter den jungen Menschen hat ASTAT ein zunehmendes Interesse an englischsprachigen Sendungen geortet. Bei der deutschen Sprachgruppe ist der Radiokonsum mit 70 Prozent höher als bei der italienischen (45%) oder der ladinischen (55%). Vor allem 45- bis 59-Jährige hören täglich Radio.

Die Nutzung von Fernseh- und Radionutzung nimmt laut ASTAT-Erhebung mit höherem Bildungsgrad ab. Erwerbstätige, ältere Menschen und italienische Bürger sehen im Schnitt mehr fern und nutzen das Radio weniger. Immer mehr Südtirolerinnen und Südtiroler, vor allem jüngere Menschen, nutzen das Internet, um fernzusehen (17, 9%) oder Radio zu hören (14,8%). Von den lokalen Fernsehsendern ist Rai Südtirol mit 48,7 Prozent der meistgesehene, dicht gefolgt von ORF-Südtirol Heute mit 43,4 Prozent und von Rai Alto Adige mit 23,7 Prozent. Die Rangliste der meistgehörten Radiosender führt Südtirol 1 mit 42,9 Prozent an, gefolgt von Rai Südtirol mit 22,4 und Radio 2000 mit 15,7 Prozent.

ASTAT-Direktor Timon Gärtner legte bei der heutigen Vorstellung die Vorgehensweise bei den Stichproben sowie bei der Erstellung des Fragebogens und dessen Auswertung dar. Er erinnerte daran, dass die neue Erhebung der Radio- und Fernsehgewohnheiten nach jener der Jahre 1994, 1998, 2001, 2005 und 2012 bereits die sechste sei. Die Erhebung wurde im Auftrag der Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Medienhäusern erarbeitet, beleuchtet die lokale Medienwelt und liefert Grundlagen für die öffentliche Rundfunkförderung. “Als zusätzliche Dienstleistung stellt das ASTAT nun den einzelnen Sendern eine detaillierte Auswertung der eigenen Daten zur Verfügung”, informierte Gärtner.

Von: mho

Kommentare

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7 Kommentare auf "Studie: Südtiroler hören weniger Radio"


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Saftl
Saftl
Grünschnabel
17 Tage 20 h

Koan Wundo…wenn olla holbm stunde nochrichtn sein und dozwischn durchaus Werbung 🤷‍♀️

Paul
Paul
Superredner
17 Tage 20 h

Propaganda und Pannensender RAI Sender Bozen ist der amysanteste

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

nachdem also Dschungelcamp uninteressant ist, könnt ihr bitte darauf verzichten, weiter davon zu berichten, danke.

BEATS
BEATS
Grünschnabel
17 Tage 18 h

Radio Ultra (moskau) do kem koane nochrichtn 😀 und wenn verstea i nix 😀

Schatten
Schatten
Tratscher
17 Tage 19 h

i glab es letzte mol freiwillig Radio gehört…i glab sel vor 2010 …vor ober olles ondere als erfreulich…

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
17 Tage 16 h

Bei der Qualität von Musik  im Sender Bozen wundert mich dass überhaupt noch jemand zuhört. Morgens beginnt schon ein Gejaule und Geheul wie aus dem Urwald. Dazu “Musik” Begleitung die eintönig klingt wie Motor – und Kreissägen, dazu ein Klappern wie wenn man leere Blechdosen hinter einem Auto herzieht. Natürlich (fast) alles in englisch und Schrott aus den letzten 70 Jahren

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
17 Tage 17 h

sehr “aufschlussreiche” Statistik– wann folgt die nächste? (oder zuviel Beamte im ASTAT Büro????)

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