Von: luk
Bozen – Die Museen in Südtirol haben im Jahr 2024 insgesamt 1.599.103 Eintritte gezählt. Das sind 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus einer Erhebung des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervorgeht. Rund 14,6 Prozent der Besuche entfielen auf kostenlosen Eintritt.
An der Erhebung beteiligten sich landesweit 104 Museen. Die Hälfte davon wird von privaten Rechtsträgern geführt, ein Viertel von Gemeinden. Weitere Träger sind die Autonome Provinz Bozen–Südtirol (14,4 Prozent), kirchliche Einrichtungen (3,8 Prozent) sowie andere öffentliche oder private Körperschaften.
Am häufigsten besucht wurden 2024 archäologische Museen, auf die 22,9 Prozent aller Eintritte entfielen. Es folgen kulturgeschichtliche Spezialmuseen mit 21,4 Prozent sowie Kunst- und Kunstgewerbemuseen mit 16,3 Prozent. Burg- und Schlossmuseen machten 12,6 Prozent der Besuche aus.
Die Museen waren im Durchschnitt an 187 Tagen im Jahr geöffnet, verteilt auf rund fünf Tage und etwa 33 Stunden pro Woche. Kunst- und Kunstgewerbemuseen sowie kulturgeschichtliche Spezialmuseen wiesen dabei die meisten Öffnungstage auf.
Der Großteil des Museumsbestandes ist für Besucherinnen und Besucher zugänglich: 74,6 Prozent der Objekte werden dauerhaft ausgestellt, während der Rest in Depots gelagert oder restauriert wird. In den vergangenen fünf Jahren wurden 42,3 Prozent der kunsthistorischen Bestände für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Allein 2024 griffen 351 Forschende darauf zurück, was in 222 wissenschaftlichen Publikationen mündete.
Im Bereich der Digitalisierung besteht laut ASTAT weiterhin Aufholbedarf. Nur 13 Museen haben ihre ausgestellten Objekte vollständig digitalisiert, weitere 50 zumindest teilweise. Bei den Depotbeständen ist der Digitalisierungsgrad noch geringer.
Insgesamt beschäftigen Südtirols Museen 1.180 Personen, davon rund zwei Drittel Frauen. Fast ein Drittel des Personals arbeitet ehrenamtlich. Die Finanzierung der Museen erfolgt zu 36,4 Prozent über öffentliche Beiträge, knapp ein Drittel der Einnahmen stammt aus Eintrittsgeldern und Führungen. 5,6 Prozent kommen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Einkünfte aus Verkäufen in den Shops und Gastbetrieben sowie aus Reproduktionsrechten tragen mit 9,9 Prozent zu den Einnahmen bei, während Sponsorengelder mit zwei Prozent zu Buche schlagen.
Die größten Ausgaben entfallen auf Verwaltungskosten, die durchschnittlich 47,1 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Es folgen Ausgaben für Neuanschaffungen, Restaurierung sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen