Von: mk
Bozen – Am morgigen Freitag, den 20. Februar 2026 wird der Tag der sozialen Gerechtigkeit begangen. Aus diesem Anlass erinnert die Diözese Bozen-Brixen daran, dass soziale Gerechtigkeit nicht abstrakt bleiben darf, sondern im persönlichen Verhalten und im konkreten Engagement verwirklicht werden soll. „Ein Sprichwort sagt: Gott hat den Menschen mit zwei Händen ausgestattet – eine zum Empfangen und eine zum Geben. Daran erinnert der Tag der sozialen Gerechtigkeit“, betont Johann Kiem, diözesaner Referent für Arbeit und soziale Gerechtigkeit.
„Alle tragen Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft – im Kleinen wie im Großen“, ist Johann Kiem überzeugt. Gerade in Südtirol sei die Sensibilität für soziale Fragen sicht- und spürbar: Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, unterstützen Benachteiligte, arbeiten in der Pflege oder setzen sich für den Schutz der Schöpfung ein. Dieses Engagement trage wesentlich zu einem solidarischen und friedlichen Miteinander bei.
Mit Blick auf die Fastenzeit betont Kiem, dass die Tage und Wochen bis Ostern besonders dazu einladen, die eigene Haltung zu überprüfen. „Soziale Gerechtigkeit zur Grundlage des eigenen Handelns zu machen, bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Pfarrgemeinde“, erklärt Kiem.
Die Familie und die Pfarrgemeinde können dabei genauso zu „Zellen für mehr soziale Gerechtigkeit“ werden, wie Vereine, der Arbeitsplatz oder die Schule als Orte zwischenmenschlichen Austausches. „Das Potential der Ortskirche kann sich wirkungsvoll im vorpolitischen Umfeld entfalten, indem die christliche Nächstenliebe und die Empathie einen bewusstseinsbildenden Kompass darstellen, für soziale Nöte und die Würde einer jeden Person“, sagt Kiem. Soziale Gerechtigkeit beginne nicht in großen Programmen, sondern im konkreten Handeln jedes Einzelnen.




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