Von: mk
Bozen – Wie sieht die Jugendarbeit von morgen aus? Welche Herausforderungen und Chancen prägen die Lebensrealitäten junger Menschen in den kommenden Jahrzehnten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Frühjahrstagung der Jugenddienste 2026 im NOI Techpark in Bozen. Über 100 Fachkräfte aus den Jugenddiensten Südtirols sowie mehr als 20 Gäste und Experten aus Bildung, Wissenschaft, Gesundheit, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um gemeinsam über die Zukunft junger Menschen und der Jugendarbeit nachzudenken.
Die Vielfalt der Teilnehmenden spiegelte die unterschiedlichen Handlungsfelder der Jugendarbeit sowie die vielfältigen Orte wider, an denen Jugenddienste in Südtirol wirken und verankert sind. Von Beteiligung und Prävention über Bildungs- und Projektarbeit bis hin zur Offenen Jugendarbeit und der Begleitung junger Menschen in ihren Lebenswelten wurde die breite Palette der Jugendarbeit sichtbar.
Eröffnet wurde die Tagung von Landesrat Philipp Achammer, der die Bedeutung von Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichem Zusammenhalt hervorhob. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen brauche es Orte, an denen junge Menschen Orientierung, Zugehörigkeit und Möglichkeiten zur Mitgestaltung erfahren können.
Im Mittelpunkt der Tagung stand das interaktive Planspiel „Jugendarbeit – quo vadis?“. Die Teilnehmenden versetzten sich in unterschiedliche Zukunftsszenarien und diskutierten, welche Auswirkungen gesellschaftliche Entwicklungen auf junge Menschen haben könnten. Durch das Spiel bzw. die gesamte Tagung führte Hannes Waldner, Erlebnispädagoge und Referent, der mit dem Planspiel Perspektivwechsel ermöglichte und den Blick auf mögliche Zukunftsentwicklungen lenkte.
Am Nachmittag wurden die Diskussionen in Themenstationen zu Nachhaltigkeit, digitaler Mündigkeit, Demokratie und politischer Bildung, psychischer Gesundheit, Vielfalt, Wohnen, Berufs- und Bildungskompetenzen, Spiritualität, Ehrenamt sowie Gemeindeentwicklung und demografischem Wandel vertieft. „Wer die Zukunft gestalten will, muss junge Menschen mitdenken und mitentscheiden lassen. Jugendarbeit schafft Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, Erfahrungen sammeln und Gesellschaft aktiv mitgestalten können“, betonte Sonja Plank, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD). Als Bürgermeisterin von Hafling brachte sie zudem ihre Perspektive aus der Gemeindeentwicklung in die Diskussionen der Tagung ein. Ein besonderer Dank gilt allen Referenten, Expert:innen und Netzwerkpartner:innen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht haben. Die Bereitschaft, über die Grenzen des eigenen Arbeitsfeldes hinauszuschauen und gemeinsam über die Zukunft junger Menschen nachzudenken, machte die Tagung zu einem wertvollen Lern- und Begegnungsraum.
Die Frühjahrstagung machte deutlich: Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Jugendarbeit bleibt dabei ein wichtiger Ort für Demokratie, Teilhabe, Orientierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Oder wie Sonja Plank es formulierte: „Die Jugendarbeit ist und bleibt eine wichtige Stimme für junge Menschen und ihre Anliegen.“




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