Der Katholische Familienverband zum Vatertag

Vaterschaft zur Chefsache machen

Montag, 18. März 2019 | 12:51 Uhr

Bozen – Vatertag, Josefitag und Feiertag. Das ist der 19. März in Südtirol. Und es ist für den Katholischen Familienverband Südtirol (KFS) ein Anlass, um aufs Neue auf eine der wohl wichtigsten Rollen aufmerksam zu machen, die Männer in ihrem Leben einnehmen können – nämlich die des Vaters.

Sie reparieren das Fahrrad, belegen Pausenbrote, setzen sich spät abends noch ins Auto, um die Jugendlichen von der Disco abzuholen, sind Ansprechpartner bei erstem Liebeskummer, raufen mit den Kindern und lassen sich auch schon mal die Nägel lackieren. Sie schlichten Geschwisterstreitigkeiten und planen aufregende Freizeitaktivitäten. Das Vaterbild hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt – vom Versorger zum Fürsorger.

Schätzen, was Väter leisten

„Rezente Umfragen und Studien machen deutlich, dass Väter sich gleichberechtigt an der Erziehung beteiligen und ihre Kinder beim Aufwachsen begleiten wollen – und zwar auf allen Ebenen“, freut sich Angelika Mitterrutzner, Präsidentin des Katholischen Familienverbandes. Bedauerlicherweise gäbe es zwar den Willen, nicht immer jedoch einen Weg. Das zeige auch die geringe Inanspruchnahme des Landesfamiliengeldes +, das als Anreiz für Väter geschaffen wurde, sich Elternzeit zu nehmen. Vielfach sei es darauf zurückzuführen, dass die realen Arbeitszeitmodelle alte Rollenbilder stärken, anstatt neue zuzulassen. „Vaterschaft muss zur Chefsache werden“, fordert daher die Verbandspräsidentin. Führungskräfte, egal ob Männer oder Frauen, die sich Elternzeit nehmen, das auch im Unternehmen kommunizieren und eine motivierende Atmosphäre für Eltern schaffen, sind Vorbild und leisten einen wertvollen Beitrag für die gesunde Entwicklung der heranwachsenden Generation. Nicht umsonst wirke sich familienorientierte Personalpolitik positiv auf die Effizienz in den Betrieben aus, wie zahlreiche, durch das Audit „familieundberuf“ zertifizierte Arbeitgeber bestätigen.

„Kindererziehung darf keine Frauendomäne sein“, betont Mitterrutzner. „In Kindergarten und Schule treffen Kinder und Jugendliche kaum auf männliche Bezugspersonen. Die Präsenz des Vaters als männliche Identifikationsfigur und als positives Vorbild ist daher zentral.“

KFS-Abenteuerwochenenden mit Papi

2019 organisiert der Familienverband gleich zwei abenteuerliche Angebote für Väter mit ihren Kindern. Fix im Programm ist natürlich wieder der Klassiker, das „Abenteuerwochenende mit Papi“ im Ferienheim am Vigiljoch, vom 25. bis 26. Mai 2019. Unvergessliche Naturerlebnisse, begleitet vom Erlebnispädagogen Georg Pardeller tragen dazu bei, dass die Beziehung zwischen Vätern und Kindern gestärkt wird.

Neu ist das Angebot „Mit Papa im Heustadel“. Fernab vom Alltag können sich Väter mit ihren Mädchen und Jungs den verschiedensten Herausforderungen stellen, Grenzen überwinden und die Bergnatur genießen. Los geht es am Wochenende vom 27. auf den 28. Juli auf der Zirmait-Alm in Vahrn. Anmeldungen werden bereits entgegengenommen: info@familienverband.it

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Vaterschaft zur Chefsache machen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Stadtla
Stadtla
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Nur mal so zum Familiengeld+ … war 2 Monate bei meinen Kindern und es war eine super Zeit! Möchte es nicht missen, und würde es jederzeit wieder in anspruch nehmen. ABER: Kostenpunkt ca. 2500€ trotz Familiengeld. In den 2 Monaten reift kein Urlaub an, fehlt der Rentenbeitrag, fehlen beim 13. Monatsgehalt. Jedoch eine super tolle Zeit mit der Familie. Wenn finanziell tragbar, würde ich auch die restlichen 4 Monate nehmen.

Stadtla
Stadtla
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

und es reift keine Abfertigung an… hatte ich vergessen. sry! 😁

alla troia
alla troia
Tratscher
1 Monat 1 Tag

ja und? mir wurscht, habe alle 6 Monate in Anspruch genommen, mir ist mein Kind und die Zeit die ich mit ihm verbringen kann wichtiger als jedes Geld der Welt!

Stadtla
Stadtla
Grünschnabel
1 Monat 21 h

@alla troia wenn es finanziell tragbar wäre würde ich auch die restliche Zeit nehmen. Habe zum Glück einen Arbeitgeber der mir eine flexible Arbeitszeiteinteilung ermöglicht und ich so auch wochentags Zeit für die Kinder habe! 😁💪👍

wpDiscuz