Bannzone

Zusätzlicher Schutz für die Pfarrkirche Uttenheim

Freitag, 03. Juli 2026 | 11:53 Uhr

Von: luk

Bozen/Gais – In ihrer Sitzung vom 3. Juli hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landesrat Philipp Achammer beschlossen, zwischen der Pfarrkirche in Uttenheim und dem benachbarten denkmalgeschützten Einhof Widmair eine Bannzone auszuweisen, die auch das Widum miteinschließt.

Die Pfarrkirche St. Margareth in Uttenheim in der Gemeinde Gais ist ein Barockbau mit Doppelzwiebelturm aus dem Jahr 1774, der im Kern auf romanische und gotische Vorgängerbauten zurückgeht; sie liegt am östlichen Dorfrand und ist durch Deckengemälde des Malers Franz Anton Zeiller sowie einen gotischen Flügelaltar bekannt. Bereits vor 40 Jahren wurde die Kirche mit Landesregierungsbeschluss unter direkten Denkmalschutz gestellt.

“Dieser indirekte Denkmalschutz der genehmigten Bannzone schafft einen Umgebungsschutz und legt die Regeln für die weitere Entwicklung im Umfeld der Baudenkmäler fest; dabei geht es zum Beispiel um die Abstände, die Gebäudehöhe oder Sichtachsen”, erklärt Landesrat Achammer den Beschluss und ergänzt: “Mit dem indirekten Denkmalschutz sorgen wir dafür, dass nicht nur das historische Gebäude selbst erhalten bleibt, sondern auch sein Umfeld. So stellen wir sicher, dass sich unsere Orte weiterentwickeln können, ohne ihren einzigartigen Charakter und ihre Geschichte zu verlieren.”

“Das Widum in Uttenheim liegt direkt angrenzend an die Pfarrkirche St. Margareth und bildet zusammen mit ihr und dem denkmalgeschützten Widmair ein erhaltenswertes Denkmalensemble, das für die Zukunft besser geschützt werden sollte”, erklärt Landeskonservatorin Karin Dalla Torre. “Die von der Bannzone betroffenen Parzellen grenzen an die Pfarrkirche an, fallen in deren unmittelbaren Wirkungsbereich und bilden mit ihr ein bedeutendes Ensemble; die Ausweisung der Bannzone ist ein zusätzlicher Schutz für die benachbarten Baudenkmäler, da nun jedwede Bautätigkeit innerhalb der Bannzone eine vorherige Ermächtigung des Projektes aus denkmalfachlicher Sicht erfordert.”

Bezirk: Pustertal

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